Wie es der Zufall wollte, durfte ich unlängst die Bienenfreunde des Imkervereins Neustrelitz beim Sichern eines Bienenvolkes begleiten. Wenn es in einem Bienenstock zu eng wird, fangen die Bienen nämlich an, auszuschwärmen. So hatte sich jetzt eine ganze Traube aus Bienen auf einem Baum in Groß Quassow niedergelassen.
Warum Bienenschwärme umziehen
Wenn Königinnen aus den Eiern schlüpfen, dann begeben sich die Bienen auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Sie schwärmen aus und teilen sich. Darum wurde nun der Bienenschwarm eingefangen, um das Volk in einem mit Ringen erweiterten Bienenstock unterzubringen. Zunächst waren die Bienen entspannt, denn die Imker wussten, was sie taten.
Iris Wessolowski und Elena Jeworutzki vom Imkerverein Neustrelitz kennen sich gut mit Bienen aus und stellen auch selbst Honig her. Doch mit der Zeit wurden die Insekten aufgeregter. Trotz gebührendem Abstand ohne Schutzkleidung hatte es eine Biene auf mich abgesehen und verfolgte mich durch den Garten. Sie verfing sich in meinen Haaren, die man bei solchen Aktionen nie offen tragen sollte, und das Summen am Ohr wurde immer lauter, bis sie zustach.
Ich konnte gefühlt eine Stunde lang nicht mehr denken. Ganz ehrlich, Bienen sind mir suspekt. Sie können übrigens Angst beim Menschen riechen, da sie über einen extrem feinen Geruchssinn verfügen, der sogar den Geruchssinn eines Hundes übertreffen soll. Dieses Erlebnis zeigt, wie wichtig es ist, bei der Beobachtung von Bienenschwärmen Abstand zu halten und Schutzkleidung zu tragen. Die Imker des Vereins Neustrelitz leisten wertvolle Arbeit, um die Tiere sicher umzusiedeln und die Bevölkerung zu schützen.



