Fünf Löwen in Neuseeland knapp vor Einschläferung gerettet - Neues Leben im Altersrefugium
Fünf Löwen in Neuseeland vor Einschläferung gerettet

Fünf Löwen in Neuseeland knapp vor Einschläferung gerettet

Nach dem Aus für einen Zoo in Neuseeland entgingen fünf Löwen nur knapp der Einschläferung. Nach viel Drama und heftigen Protesten beginnt für die Raubkatzen nun ein neues Leben in einem speziellen Altersrefugium. Die Tiere waren zuvor im Kamo Wildlife Sanctuary im Norden des Landes untergebracht, das wegen ausbleibender Finanzierung schließen musste.

Rettung durch engagierte Tierfreunde

Eine Gruppe von Tierfreunden und Geldgebern namens „Lionhearts Project“ hat das Gelände nach eigenen Angaben gekauft und in ein privates Altersrefugium umgewandelt. „Keine Shows mehr. Keine Menschenmassen mehr. Nur noch Ruhe, Würde und die beste Altersversorgung, die sich ein Löwe wünschen kann“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung der Retter. Die fünf zwischen 18 und 21 Jahre alten Löwen mit den Namen Shikira, Abdullah, Cleo, Themba und Timba hatten zuvor keine realistische Umsiedlungsoption.

Tragischer Hintergrund und öffentliche Debatte

Die Situation eskalierte, nachdem die frühere Betreiberin Janette Vallance im November zwei Löwen wegen „unheilbarer Leiden“ einschläfern lassen musste. Vallance bezeichnete dies als „herzzerreißende Situation“, die zahlreiche wütende Reaktionen in sozialen Netzwerken auslöste. Die Entscheidung sorgte für intensive öffentliche Debatten über den Umgang mit Zoo-Tieren in finanziellen Notlagen.

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Herausforderungen für die Zukunft

Tim Groenendaal, einer der Treuhänder des Lionhearts Project, betonte: „Unsere Mission ist einfach: Wir wollen diese Diskussionen beenden. Wir möchten, dass die Löwen jeden Morgen aufwachen und wissen, dass sie geliebt und beschützt werden.“ Allerdings benötigt die Gruppe weitere Spenden, da die Fütterung und Pflege von fünf älteren Löwen erhebliche Kosten verursacht. Die Organisation hofft auf kontinuierliche Unterstützung aus der Bevölkerung.

Bekannte Geschichte des Tierparks

Das Kamo Wildlife Sanctuary, etwa 150 Kilometer nördlich von Auckland gelegen, wurde durch die TV-Serie „The Lion Man“ bekannt. Gegründet vom neuseeländischen Tiertrainer Craig Busch, der später der Tierquälerei beschuldigt wurde, sorgte der Park über Jahre für negative Schlagzeilen. Finanzprobleme, Sicherheitsmängel und der tragische Tod eines Pflegers durch einen weißen Tiger im Jahr 2009 prägten die Geschichte der Einrichtung.

Parallelen zu deutschen Zoos

Die Vorfälle in Neuseeland erinnern an ähnliche Fälle in Deutschland. Im vergangenen Jahr gerieten mehrere deutsche Zoos wegen ihres Umgangs mit Tieren in die Kritik. Der Nürnberger Zoo tötete im Juli zwölf Paviane aus Platzgründen, während der Zoo Leipzig drei Tigerbabys wenige Tage nach ihrer Geburt einschläferte, weil sich die Mutter nicht um den Nachwuchs gekümmert hatte. Diese Fälle zeigen die ethischen Herausforderungen, mit denen Zoos weltweit konfrontiert sind.

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