Frau rettet zitterndes Huhn aus verschlossener Mülltonne in Neubrandenburg
Huhn aus Mülltonne gerettet: Frau wird zur Tierretterin

Lebendiges Huhn in verschlossener Mülltonne entdeckt: Frau wird zur Retterin

Eine ungewöhnliche Rettungsaktion spielte sich Anfang Februar im Neubrandenburger Reitbahnviertel ab. Die 30-jährige Isabell Awe kehrte nach ihrem Feierabend gegen 13 Uhr nach Hause zurück und wurde durch ein merkwürdiges Geräusch aufmerksam.

„Ich hörte ein seltsames Gackern aus dem Bereich unserer Mülltonnen, das mich neugierig machte und dazu brachte, genauer hinzusehen“, erzählt die junge Frau. In genau diesem Moment leerten Mitarbeiter der Müllabfuhr die Tonnen und entdeckten gemeinsam mit Isabell Awe das lebendige Tier.

Gemeinsame Rettungsaktion mit Müllwerkern

Die Situation erforderte schnelles Handeln. Gemeinsam mit den Müllarbeitern sicherte Isabell Awe das zitternde Huhn und brachte es vorsichtig in ihre Wohnung. „Das arme Tier zitterte vor Kälte und Angst“, beschreibt sie den bewegenden Moment. Eine Nachbarin half spontan mit Stroh aus, während Isabell das Hühnchen mit Haferflocken und Wasser versorgte.

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Um sowohl das gerettete Tier als auch ihren neugierigen Kater zu schützen, verbrachte sie das Huhn ins Badezimmer. „Ich wusste nicht, ob es vielleicht krank ist, und mein Kater zeigte unglaubliches Interesse an seinem neuen Mitbewohner“, erklärt sie mit einem verständnisvollen Lächeln.

Schnelle Hilfe durch Tierschutzverein

Besorgt um das Wohl des Tieres kontaktierte die Bewohnerin des Reitbahnviertels umgehend den ortsansässigen Tierschutzverein. Die Reaktion war beeindruckend schnell: „Innerhalb einer Stunde holte jemand das Huhn ab“, berichtet Isabell erleichtert. Das gerettete Tier hat inzwischen ein neues Zuhause gefunden und lebt glücklich mit anderen Hühnern auf einem Hof.

Die junge Retterin zeigt sich erleichtert über den positiven Ausgang: „Es ist gesund und hat sich schnell erholt“. Doch die ungewöhnliche Situation wirft auch bedrückende Fragen auf.

Rätselhafte Umstände der Aussetzung

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass es sich bei der Mülltonne um ein abschließbares Modell handelte. „Die Tonne war abschließbar, und man konnte sie nur mit einem Schlüssel oder einem Dreikantschlüssel öffnen“, erklärt Isabell nachdenklich. Diese Umstände machen die Situation noch mysteriöser.

Wer für diese Tierquälerei verantwortlich ist – ob ein Nachbar oder vielleicht jemand mit einem nahegelegenen Gartengrundstück – bleibt bisher unklar. Isabell hält es für unwahrscheinlich, dass jemand bei Tageslicht ein Tier dort hineingesetzt hat. Sie kann nicht begreifen, wie jemand „ein so liebenswertes Wesen in eine Tonne sperren kann“.

Abschließend richtet die Tierretterin eine deutliche Botschaft an den unbekannten Verantwortlichen: „Ich hoffe, der Verantwortliche liest dies und empfindet tiefe Scham über seine Handlung.“ Die Geschichte aus Neubrandenburg zeigt einmal mehr, wie wichtig achtsames Verhalten und schnelles Eingreifen im Tierschutz sind.

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