Husky-Welpe Wido: Eine bewegende Geschichte mit hoffnungsvollem Ausblick
Die Geschichte des kleinen Husky-Welpen Wido aus Weimar hat viele Menschen tief berührt. Der Rüde mit den blitzblauen Augen und einem mutigen Herzen erlitt schwere Verletzungen, doch nun steht er kurz davor, ein neues, liebevolles Zuhause zu finden. Seine Geschichte ist ein Beispiel für Tierleid, aber auch für die Kraft der Fürsorge und des Tierschutzes.
Von Verletzungen zur Genesung: Widos schwieriger Start ins Leben
Ende Januar wurde der nur wenige Wochen alte Husky verwundet in eine Tierarztpraxis in Weimar gebracht. Ursprünglich hieß es, er sei in einem Müllbeutel im Bereich des Buchenwalds gefunden worden. Die Ermittlungen der Polizei ergaben jedoch eine überraschende Wende: Die schweren Verletzungen an Kopf und Kiefer des Welpen stammten nicht von einer Misshandlung, sondern von dem Biss eines anderen Hundes.
Laut Polizei wird daher nicht wegen Tierwohlgefährdung, sondern wegen Verdeckung einer Straftat gegen den Halter ermittelt, von dem inzwischen eine Aussage vorliegt. Seitdem wird der kleine Husky, der den Namen Wido erhielt, in einer Pflegefamilie betreut und aufgepäppelt. Dort erholt er sich in Gesellschaft von zwei weiteren Hunden und zwei Katzen.
Auf der Suche nach einem passenden Zuhause für den aufgeweckten Welpen
Für Wido, der ein schwarz-weißes Fell und eine Narbe am Kopf von seinen Verletzungen trägt, wird nun ein neues, dauerhaftes Zuhause gesucht. Amtstierärztin Madeleine Spielvogel stellt klar, dass er nicht an die ursprünglichen Besitzer zurückgegeben wird. «Wir hoffen, ihn in der nächsten Woche zur Vermittlung frei geben zu können», sagt sie. Die Anteilnahme am Schicksal von Wido war riesig, mit vielen Anfragen und Spenden.
Huskys gelten als anspruchsvolle Hunderasse mit einem großen Bewegungsdrang. «Wichtig ist es, für Wido ein Zuhause zu finden, wo seine Bedürfnisse erfüllt werden», betont Spielvogel. Daher gibt es vor einer Vermittlung drei Kennlerntermine, um sicherzustellen, dass die Chemie zwischen Wido und seinen neuen Besitzern stimmt. Die Haltung wird später noch einmal überprüft: «Es muss von beiden Seiten passen», so die Amtstierärztin.
Widos Persönlichkeit: Neugierig, selbstsicher und voller Lebensfreude
Seine derzeitige Pflegemutter beschreibt Wido als super aufgeweckt und sehr selbstsicher. «Er ist neugierig und erkundet tapsend die Umgebung», berichtet sie. Die Wunde sei gut verheilt, und die Fäden seien inzwischen gezogen worden. In seiner Pflegefamilie zeigt er selten Angst, und es gibt kaum Situationen, in denen er den Schwanz einzieht und wegläuft.
Alarmierende Tierschutzstatistiken in Thüringen
Obwohl Wido nicht misshandelt oder ausgesetzt wurde, ereilt viele Tiere in Thüringen dieses traurige Schicksal. Laut Tierschutzgesetz ist es eine Straftat, einem Wirbeltier erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Die Zahlen der polizeilich erfassten Tiermisshandlungen im Freistaat nehmen stetig zu.
- Im vergangenen Jahr wurden nach vorläufigen Angaben der Polizei 563 Verstöße gegen das Tierschutzgesetz registriert, 40 mehr als im Jahr zuvor.
- Im Jahr 2022 waren es 308 Verstöße.
- Von den Anzeigen im vergangenen Jahr betrafen 74 Hunde.
Diese alarmierenden Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Tierschutz und verantwortungsvoller Tierhaltung. Widos Geschichte zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit und Fürsorge für Tiere in Not sind.



