Kreuzotter-Zuchtstation in Halle: Rettung für bedrohte Schlange
Kreuzotter-Zuchtstation in Halle: Rettung für bedrohte Art

In Sachsen-Anhalt ist die Kreuzotter vom Aussterben bedroht. Das Land will die einzige heimische Giftschlange nun mit einer Zuchtstation in Halle retten. Die Anlage ist an das Umweltzentrum des BUND in der Franzigmark angegliedert. Allerdings werden die Tiere dort nicht ausgewildert, sondern in anderen Regionen des Landes freigelassen.

Bedrohte Art in Sachsen-Anhalt

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist in Sachsen-Anhalt stark gefährdet. Ihre Bestände sind in den letzten Jahrzehnten drastisch zurückgegangen. Ursachen sind unter anderem der Verlust von Lebensräumen, die Intensivierung der Landwirtschaft und der Klimawandel. Die Schlange ist die einzige in Deutschland heimische Giftschlange, aber für den Menschen in der Regel nicht tödlich.

Zuchtstation in der Franzigmark

Die neue Zuchtstation in Halle ist ein wichtiger Schritt für den Erhalt der Art. Hier sollen die Tiere unter kontrollierten Bedingungen nachgezüchtet werden. Das Ziel ist es, die Population in Sachsen-Anhalt zu stärken. Die ausgewilderten Kreuzottern werden in geeigneten Habitaten ausgesetzt, die zuvor von Experten ausgewählt wurden.

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Wer in der Franzigmark spazieren geht, wird also weiterhin kaum einer Kreuzotter begegnen. Die Zuchtstation ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, um die Tiere nicht zu stören. Das Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt finanziell unterstützt und von Naturschutzverbänden begleitet.

Die Kreuzotter ist nicht nur wegen ihrer Seltenheit schützenswert, sondern auch als Indikator für intakte Ökosysteme. Ihr Rückgang zeigt, wie empfindlich unsere Umwelt auf Veränderungen reagiert. Mit der Zuchtstation soll ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität geleistet werden.

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