Junge Löwen im Schweriner Zoo zeigen Charakter: Saira, Narami und Najuk erkunden Gehege
Löwenbabys im Schweriner Zoo: Namen stehen fest (10.03.2026)

Junge Löwen erkunden neues Zuhause: Charakterzüge werden sichtbar

Neugierig tapsen sie über Holzstämme, balancieren über kleine Plattformen und zerren spielerisch an einem Stoffbeutel. Noch etwas wackelig auf den Pfoten, aber bereits voller Entdeckerdrang zeigen sich die drei jungen Asiatischen Löwen im Schweriner Zoo. Seit Freitag sind die erst acht Wochen alten Geschwister erstmals für die Besucher zu sehen und sorgen mit ihren tapsigen Erkundungstouren für entzückte Blicke.

Gesunde Entwicklung und erste tierärztliche Untersuchung

Die drei Jungtiere kamen am 7. Januar zur Welt und verbringen nun ihre Zeit gemeinsam mit Mutter Heidi im Wintergarten des sogenannten „Rote Liste Zentrums“. Die erste tierärztliche Untersuchung verlief vollkommen ohne Auffälligkeiten – die kleinen Löwen gelten als gesund und äußerst aktiv. „Alle drei sind sehr gut drauf und zeigen großes Interesse an ihrer Umwelt“, berichtet die zoologische Leiterin und stellvertretende Zoodirektorin Julia Gottschlich. Bereits jetzt lassen sich feine Unterschiede im Charakter der Geschwister erkennen.

Über 12.000 Stimmen bestimmen die Namen

Bevor die Jungtiere der Öffentlichkeit präsentiert wurden, durften die Zoo-Fans mitentscheiden. Gemeinsam mit dem NDR suchte der Zoo eine Woche lang nach passenden Namen für den niedlichen Nachwuchs. Das Tierpflege-Team brachte verschiedene Vorschläge ein, über die anschließend abgestimmt werden konnte. Mehr als 12.000 Stimmen gingen in der Abstimmung ein – nun steht das Ergebnis fest. Die beiden Löwinnen heißen Saira und Narami, der junge Kater erhielt den Namen Najuk.

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Alle drei Namen stammen aus dem indischen Raum, dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet der stark gefährdeten Asiatischen Löwen. Sinngemäß übersetzt bedeutet Saira „die Reisende“, Narami „die Sanfte“ und Najuk „der Sensible“. Diese Namensgebung unterstreicht die besondere Verbindung zu den bedrohten Tieren und ihrer Heimat.

Charakterliche Unterschiede werden deutlich

Schon in diesen frühen Lebenswochen zeigen die drei Löwenbabys unterschiedliche Persönlichkeiten. Laut Julia Gottschlich ist der kleine Kater Najuk etwas draufgängerischer und mutiger als seine beiden Schwestern. Eine der Löwinnen hingegen agiert deutlich vorsichtiger und zurückhaltender bei den ersten Erkundungen. Diese individuellen Charakterzüge machen die Beobachtung der jungen Tiere besonders faszinierend für die Zoobesucher.

Zusammenführung des Rudels im Frühjahr geplant

Derzeit verbringen Löwenmutter Heidi und ihre drei Jungen die Zeit noch getrennt von den anderen Tieren. Während sie den Wintergarten des Rote Liste Zentrums nutzen, halten sich die übrigen Löwen – darunter Kater Shapur, Löwin Indi und Löwin Rubi mit ihrem sechs Monate alten Nachwuchs Manika – auf der großen Außenanlage auf. „Wir geben Heidi und den Jungtieren zunächst Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen“, erklärt Gottschlich die vorübergehende Trennung.

Wenn alles nach Plan verläuft, sollen sich die Tiere zunächst sehen und riechen können, bevor eine vollständige Zusammenführung des gesamten Rudels erfolgt. Diese ist voraussichtlich im Laufe des Frühjahrs geplant. Für Besucher lohnt sich ein Abstecher zur Löwenanlage jedoch schon jetzt besonders. Die drei Jungtiere sind im Wintergarten ausgezeichnet zu beobachten, wenn sie neugierig ihre Umgebung erkunden oder miteinander spielen.

Vergünstigte Wintertarife bis Ende März

Bis zum 28. März bietet der Schweriner Zoo einen zusätzlichen Anreiz für einen Besuch: An der Zookasse gelten derzeit noch vergünstigte Wintertarife. Dies ermöglicht es vielen Familien und Tierfreunden, die niedlichen Löwenbabys in ihrer ersten Erkundungsphase zu erleben und die Entwicklung der jungen Asiatischen Löwen von Anfang an zu verfolgen.

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