Rostock plant Nachtfahrverbot für Mähroboter: Schutz für Igel und nachtaktive Tiere
Rostock: Nachtfahrverbot für Mähroboter zum Igelschutz

Rostock will Mähroboter nachts stoppen: Schutz für Igel und nachtaktive Tiere

In der Hansestadt Rostock wird ein Nachtfahrverbot für Mähroboter gefordert, um die heimische Fauna zu schützen. Die Hansefraktion Rostock hat einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, der ein Verbot zwischen 22 und 6 Uhr vorsieht. Hintergrund sind immer wieder tödliche Begegnungen zwischen den automatischen Rasenmähern und nachtaktiven Tieren wie Igeln, die nachts auf Nahrungssuche durch Gärten streifen.

Konkrete Pläne für ein Verbot in Rostock

Lajos Orban, der den Antrag für die Hansefraktion einbringt, argumentiert: „Ein Verbot von 22 Uhr bis 6 Uhr würde Igel und andere nachtaktive Kleintiere schützen, ohne den Tagesbetrieb übermäßig einzuschränken.“ Die Fraktion schlägt vor, die Regelung in die Grünflächensatzung der Stadt aufzunehmen und durch digitale Informationsmaterialien zu ergänzen. In anderen Regionen wie Schwerin und Vorpommern-Greifswald gelten bereits ähnliche Nachtfahrverbote, die als Vorbild dienen.

Stadtverwaltung arbeitet an eigener Lösung

Die Stadtverwaltung Rostock befürwortet zwar das Anliegen, hält den konkreten Beschlussvorschlag der Hansefraktion jedoch für „nicht zielführend“. Ute Fischer-Gäde, Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität, erklärt, dass die Stadt bereits eine Allgemeinverfügung vorbereitet hat, die im Frühjahr dieses Jahres in Kraft treten soll. Diese sieht vor, dass Mähroboter „in der Zeit von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis einer halben Stunde nach Sonnenaufgang des folgenden Tages“ auf ihrer Ladestation bleiben müssen.

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Fischer-Gäde betont: „Das entspricht dem natürlichen Verhalten der Tiere im Verlaufe des Jahres.“ Die Regelung soll für private und öffentliche Grünflächen gelten und durch Informationsveranstaltungen sowie Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden. Die Aufnahme in die Grünflächensatzung sei nicht notwendig, da es sich um eine Allgemeinverfügung handelt, die von den zuständigen Behörden erlassen werden kann.

Hintergrund: Warum der Schutz dringend geboten ist

Mähroboter werden von Igeln und anderen Kleintieren oft übersehen, was zu schweren Verletzungen oder sogar tödlichen Unfällen führen kann. Ein gepflegter Rasen ist zwar ein angestrebtes Ziel vieler Gartenbesitzer, doch die automatischen Helfer stellen eine Gefahr für die nachtaktive Fauna dar. Die geplanten Maßnahmen in Rostock zielen darauf ab, diesen Konflikt zu lösen und die Tiere effektiv zu schützen.

Der Antrag der Hansefraktion steht auf der März-Sitzung der Bürgerschaft zur Abstimmung. Unabhängig davon wird die Stadtverwaltung ihre Allgemeinverfügung umsetzen, die im Stadtanzeiger und auf den Internetseiten der Stadt veröffentlicht wird. Damit setzt Rostock ein Zeichen für den Tierschutz und folgt dem Beispiel anderer Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern.

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