Sanfter Druck mit Effekt: Warum gezieltes Schubsen die Hundemuskulatur stärkt
Sanftes Schubsen stärkt Hundemuskulatur effektiv

Sanfter Druck mit Effekt: Warum gezieltes Schubsen die Hundemuskulatur stärkt

Mit gezielten Übungen und sanftem Druck kann die Muskulatur des Hundes effektiv gestärkt werden. Dieses Konzept hat Hundephysiotherapeutin Vanessa Heß durch ein virales TikTok-Video bekannt gemacht und sorgt für Aufmerksamkeit in der Hundewelt.

Physiotherapie für Hunde: Mehr als nur Rehabilitation

Wenn Hunde schwächeln oder altersbedingte Probleme entwickeln, kann Physiotherapie helfen – nicht nur nach Operationen, sondern auch vorbeugend. Vanessa Heß erklärt: „Die Beschwerden und Erkrankungen, mit denen Hunde in meine Praxis kommen, sind sehr unterschiedlich.“ Häufig behandelt sie Seniorenhunde mit Arthrose oder Hüftproblemen wie Hüftdysplasie. Auch Knieprobleme nach Kreuzbandrissen oder Patellaluxationen treten regelmäßig auf.

Besonders häufig sind Rückenbeschwerden, insbesondere Verspannungen oder Ausweichreaktionen im Rückenbereich. Nach Bandscheibenoperationen unterstützt Heß Hunde dabei, wieder mobil zu werden. Doch viele Halter kommen auch zur Kontrolle und Vorbeugung.

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Der Unterschied zwischen Mensch und Hund in der Physiotherapie

„Grundsätzlich ähneln sich viele physiotherapeutische Methoden von Menschen und Hund,“ erklärt die Expertin. Der entscheidende Unterschied: Hunde können Schmerzen nicht verbal äußern. Während Menschen ihre Beschwerden beschreiben können, muss der Physiotherapeut beim Hund auf Körpersprache, Bewegungsabläufe und Reaktionen achten, um Probleme zu erkennen und zu behandeln.

Bewegungstherapie für jede Lebensphase

„Bewegungstherapie – oder in meinem Fall Hundefitnesstraining – ist in nahezu jeder Lebensphase und für jeden Hund sinnvoll,“ betont Heß. Die Übungen stärken nicht nur die Muskulatur, sondern verbessern auch die Koordination und Beweglichkeit der Tiere.

Zum viel diskutierten „Schubsen“ klärt die Physiotherapeutin auf: „Natürlich schubse ich meine Hunde nicht im eigentlichen Sinne.“ Gemeint sei vielmehr isometrisches Training. Dabei geht es darum, dass der Hund durch sanften Druck gegen die Hand des Besitzers seine Muskulatur aktiv einsetzt – vergleichbar mit dem Armdrücken beim Menschen. Diese Methode stärkt gezielt die Hinterhand, die bei älteren Hunden oft abbaut.

Praktische Übungen für zu Hause

„Es gibt zahlreiche alltagstaugliche Übungen, die leicht umzusetzen sind,“ erklärt Heß. Dazu gehören einfache Kommandos wie:

  • Das Pfötchen geben
  • Verschiedene Positionswechsel wie ‚Sitz-Steh‘
  • Übungen wie ‚Platz-Steh‘

Für diese Übungen benötigen Hundehalter keine speziellen Geräte – sie lassen sich problemlos in den Alltag integrieren.

Die Rolle der Ernährung

Neben der Bewegungstherapie spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Eine ausgewogene Ernährung ist essenziell für die Gesundheit des Bewegungsapparates. Die passende Fütterung bildet die Basis für starke Knochen, gesunde Gelenke und leistungsfähige Muskeln.

Die Kombination aus gezielten Übungen, sanftem Drucktraining und angepasster Ernährung kann Hunden jeden Alters helfen, ihre Muskulatur zu stärken und Bewegungsproblemen vorzubeugen.

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