Tierattacke auf Olympia-Reitanlage erschüttert Reitsportgemeinschaft
Die Reitsportwelt ist in Aufruhr: Unbekannte Täter sind auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem in Stallungen eingedrungen und haben dort mehrere Ponys angegriffen. Die Münchner Polizei bestätigte den Vorfall am Dienstag und spricht von "tierschutzrelevanten Vorfällen". Die Deutsche Reiterliche Vereinigung zeigte sich tief erschüttert und verurteilte das Handeln auf das Schärfste.
Zeitraum und Entdeckung der Tat
Der Angriff ereignete sich zwischen Samstagabend (14. Februar, 22 Uhr) und Sonntagmorgen (15. Februar, 7 Uhr). Ein Tierarzt entdeckte bei einer Kontrolle am frühen Sonntagmorgen Auffälligkeiten bei mehreren Ponys und alarmierte umgehend die Behörden. Aus ermittlungstechnischen Gründen wurden zunächst keine weiteren Details zu den Verletzungen der Tiere veröffentlicht.
Dennis Peiler, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, äußerte sich entsetzt: "Wir sind tief erschüttert und verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste. Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität." Peiler betonte, dass dem Verband die vollständige Aufklärung und Ahndung der Vorkommnisse ein großes Anliegen sei.
Ermittlungen und gesundheitlicher Zustand der Ponys
Die Kriminalpolizei sicherte vor Ort umfassend Spuren und leitete Ermittlungen ein. Das Kommissariat 65 des Polizeipräsidiums München übernahm die Fahndung nach den Tätern, wobei auch das zuständige Kreisveterinäramt in die Untersuchungen eingebunden wurde.
Laut einer Mitteilung des Verbandes erklärte der verantwortliche Tierarzt Dr. Michael Zeitelhack, dass nur wenige Ponys von dem Angriff betroffen seien. "Den Allgemeinzustand der Ponys beurteilte er insgesamt als gut; es seien nach aktuellem Stand keine Folgeschäden zu erwarten", hieß es in der offiziellen Stellungnahme. Diese Einschätzung bietet der Reitsportgemeinschaft zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer.
Abbruch der Sichtung und Reaktionen aus Bayern
Die angegriffenen Ponys nahmen an der bayerischen Sichtung zum "Preis der Besten" teil, einer deutschlandweiten Prüfung für die besten Nachwuchsreiter in Dressur, Springen und Voltigieren, die vom 8. bis 10. Mai in Warendorf ausgetragen werden sollte. Als direkte Konsequenz des Vorfalls wurde die Sichtung in Riem umgehend abgebrochen.
Thomas Schreder, Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, kommentierte die Entscheidung: "Die Ereignisse machen uns betroffen und fassungslos. Für uns steht das Wohl der Ponys und Pferde über allem. Die Entscheidung, die Sichtung abzubrechen, war daher alternativlos." Schreder versicherte, dass sein Verband eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeite und alles daran setze, die Vorkommnisse vollständig aufzuklären.
Die Olympia-Reitanlage in Riem, ein bedeutender Standort für Reitsportveranstaltungen in Süddeutschland, steht nun im Fokus einer intensiven polizeilichen Untersuchung. Die Reitsportgemeinschaft wartet gespannt auf weitere Entwicklungen und hofft auf eine schnelle Aufklärung des Falls, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.



