Tierquälerei bei Reitturnier in München: Ponys verstümmelt, Kinder traumatisiert
Tierquälerei bei Münchner Reitturnier: Ponys verstümmelt

Tierquälerei bei Reitturnier in München: Ponys verstümmelt, Kinder traumatisiert

In München hat ein schockierender Vorfall zu einem abrupten Abbruch eines Reitturniers geführt. Nachdem in der Nacht zuvor im Stall mehrere Ponys grausam verstümmelt wurden, herrscht bei Teilnehmern und Veranstaltern Entsetzen. Die Kinder, die an dem Turnier teilnahmen, sind zutiefst verstört und traumatisiert.

Grausame Details der Tierquälerei

Die Details, die nun bekannt wurden, sind erschütternd: Sechs Ponys wurden in der Nacht vor dem Turnier Opfer von Tierquälerei. Ihnen wurden die Mähnen, Schweife und teilweise auch die Schöpfe abgeschnitten. Besonders grausam: Bei mehreren Pferden waren die Zungen mit Gummibändern straff umwickelt, was zu erheblichen Schmerzen und Verletzungen geführt haben muss.

Wilfried Herkommer, ehemaliger Geschäftsführer des Bayerischen Reit- und Fahrverbandes, war selbst bei dem Turnier anwesend. Seine Enkelin ritt in der U21-Tour. „Der Schock war bei allen groß“, berichtete Herkommer dem Fachportal „equi pages“. „Die Kinder waren zutiefst verstört. Keiner wollte unter diesen Umständen mehr reiten. Jeder wollte nur noch nach Hause.“

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Turnierabbruch und Ermittlungen

Das Turnier, das am Sonntag in München-Riem stattfand, wurde daraufhin sofort abgebrochen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung bestätigte tierschutzrelevante Vorfälle und teilte mit, dass aus ermittlungstechnischen Gründen zunächst keine Details veröffentlicht wurden. Inzwischen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen, und das zuständige Kreisveterinäramt ist eingebunden.

Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, zeigte sich bestürzt: „Wir sind tief erschüttert über die Vorfälle in München-Riem. Wir verurteilen dieses Handeln auf das Schärfste. Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Pferde und Ponys haben für uns oberste Priorität.“ Er betonte, dass eine vollständige Aufklärung und Ahndung der Taten ein großes Anliegen sei.

Hintergrund und Auswirkungen

Die betroffenen Ponys nahmen an der bayerischen Sichtung zum „Preis der Besten“ teil, einer deutschlandweiten Prüfung für die besten Nachwuchsreiter in Dressur, Springen und Voltigieren. Diese Prüfung soll vom 8. bis 10. Mai in Warendorf ausgetragen werden. Die Ponys waren in einem Stall untergebracht, wo die Taten in der Nacht verübt wurden.

Die Folgen des Vorfalls sind weitreichend:

  • Traumatisierte Kinder und Jugendliche, die das Vertrauen in den Reitsport verloren haben könnten
  • Schwere Verletzungen und Leiden bei den Ponys, die tierärztlich behandelt werden müssen
  • Ein Imageschaden für den Reitsport, der sich um Tierschutz und Ethik bemüht
  • Laufende polizeiliche und veterinärmedizinische Ermittlungen zur Aufklärung der Taten

Die Reitsportgemeinschaft steht unter Schock, und es wird erwartet, dass die Ermittlungen schnell voranschreiten, um die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Der Vorfall wirft ernste Fragen zum Schutz von Tieren bei Sportveranstaltungen auf.

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