Tragischer Unfall im Erlebnis-Zoo Hannover: Giraffe Jamila stirbt mit zwölf Jahren
Tragödie im Zoo Hannover: Giraffe Jamila stirbt bei Unfall

Tragödie im Erlebnis-Zoo: Giraffe Jamila stirbt mit nur zwölf Jahren

Ein schwerer Unfall hat den Erlebnis-Zoo Hannover erschüttert. Die zwölfjährige Giraffenkuh Jamila verunglückte am Montag in der Innenanlage des Zoos tödlich. Trotz sofortiger Hilfeleistung durch das Tierpfleger-Team konnte das Leben des imposanten Tieres nicht gerettet werden. Die genauen Umstände des Vorfalls werden derzeit noch intensiv untersucht.

Pathologische Untersuchung läuft

Jamilas Körper wurde zur genaueren Klärung der Todesursache in die Pathologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover überführt. Eine Zoosprecherin äußerte gegenüber Medien die Vermutung, dass die Giraffe einen Genickbruch erlitten haben könnte. Die abschließenden Untersuchungsergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet und sollen dann für vollständige Transparenz sorgen.

Trauer im Tierpfleger-Team

Die Mitarbeiter des Erlebnis-Zoos zeigen sich tief betroffen von dem tragischen Vorfall. „Wir sind sehr, sehr traurig“, ließ die Einrichtung das Team in einer offiziellen Stellungnahme wissen. Jamila wurde als „liebenswerte, ruhige und zurückhaltende Giraffenkuh“ beschrieben, die im Zooalltag stets eine besondere Rolle eingenommen habe. „Wir werden sie sehr vermissen“, hieß es weiter.

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Geschäftsführer Andreas M. Casdorff betonte die emotionale Belastung für das gesamte Team: „So ein Unfall schockiert das ganze Team, das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten.“ Die Trauerarbeit und psychologische Betreuung der Mitarbeiter habe bereits begonnen.

Jamilas Lebensweg im Zoo Hannover

Jamila erblickte im April 2013 im Erlebnis-Zoo Hannover das Licht der Welt und verbrachte ihr gesamtes Leben in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Auf der Anlage teilte sie sich ihr Gehege mit anderen afrikanischen Huftieren sowie einer weiteren Giraffe. Die frühzeitige Todesursache ist besonders tragisch, da Rothschild-Giraffen in freier Wildbahn durchaus ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen können. Unter Zoobedingungen, mit optimaler medizinischer Versorgung und geschützt vor natürlichen Feinden, können die Tiere sogar bis zu 35 Jahre alt werden, wie der Berliner Tierpark bestätigt.

Zukunft der verbliebenen Giraffe Niobe

Durch Jamilas Tod ist nun die Giraffenkuh Niobe die einzige Vertreterin ihrer Art im hannoverschen Tierpark. Aus artethischen Gründen und dem Wohl des Tieres entsprechend plant der Zoo, Niobe in den kommenden Wochen an eine andere zoologische Einrichtung zu vermitteln. Dort soll sie sich einer bestehenden Giraffenherde anschließen können, was für die sozialen Tiere von essentieller Bedeutung ist.

Langfristige Pläne und Artenschutz

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat jedoch bereits konkrete Zukunftspläne entwickelt. Ein neues, modernes Giraffenhaus soll errichtet werden, um künftig wieder artgerecht Giraffen halten zu können. Dieser Schritt gewinnt vor dem Hintergrund des internationalen Artenschutzes besondere Bedeutung. Die Internationale Rote Liste stuft Giraffen als gefährdete Tierart ein. Aktuellen Schätzungen zufolge leben nur noch etwa 70.000 Tiere in freier Wildbahn – mit weiter sinkender Tendenz. Zoologische Einrichtungen übernehmen daher eine immer wichtigere Rolle in der Erhaltungszucht und im Artenschutz.

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