Amtstierarzt der Uckermark geht in Ruhestand: Nachfolger übernimmt verantwortungsvolle Aufgabe
Uckermark: Amtstierarzt geht in Ruhestand, Nachfolger übernimmt

Führungswechsel im Veterinäramt der Uckermark

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst des Landkreises Uckermark verabschiedet sich Dr. Achim Wendlandt als Amtstierarzt in den wohlverdienten Ruhestand. Die Uckermark-Landrätin Karina Dörk würdigte den scheidenden Veterinär in der jüngsten Kreistagssitzung mit persönlichen Worten und einer herzlichen Umarmung. "Eine Ära geht zu Ende", konstatierte die CDU-Politikerin emotional vor den versammelten Kreistagsabgeordneten.

Jahrzehntelanger Einsatz in krisenreichen Zeiten

Dr. Wendlandt, der seit dem Jahr 2000 die Position des Amtstierarztes innehatte, hinterlässt tiefe Spuren in der Region. Seine Amtszeit war geprägt von schweren Tierseuchenkrisen, darunter die verheerende Vogelgrippe und die Afrikanische Schweinepest (ASP). Landrätin Dörk betonte, wie seriös und unspektakulär der 65-Jährige diese Herausforderungen gemeistert habe. "Wenn ich telefonieren wollte, egal ob am Sonnabend oder Sonntag, Dr. Achim Wendlandt hat immer eine Lösung für die Probleme gehabt", erinnerte sie sich dankbar.

Besonders belastend sei die Aufgabe gewesen, Tierhaltern mitteilen zu müssen, dass ihre Viehbestände vorsorglich getötet werden müssen. Trotz des Wunsches, den erfahrenen Veterinär länger im Amt zu behalten, respektierte die Landrätin seine Entscheidung für den Ruhestand. Bis Ende Februar bleibt Dr. Wendlandt noch im Dienst, ab dem 1. März beginnt sein neuer Lebensabschnitt.

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Pläne für den Ruhestand und offene Tür für den Landkreis

Für die Zukunft hat der scheidende Amtstierarzt konkrete Vorstellungen:

  • Mehr Zeit mit der Familie und seinen drei Enkelkindern verbringen
  • Wieder stärkeres Engagement im Sportverein in Eberswalde als Gewichtheber und Dreikampfathlet
  • Erledigung liegengebliebener Arbeiten am eigenen Haus

Auch wenn er formal in den Ruhestand geht, bleibt Dr. Wendlandt dem Landkreis verbunden. "Wenn der Landkreis meine Hilfe braucht, kann er gern an mich herantreten", bot der Veterinär an und hält sich so eine Tür für mögliche Unterstützung offen.

Erfahrener Nachfolger übernimmt verantwortungsvolle Position

Parallel zur Verabschiedung stellte Landrätin Dörk den designierten Nachfolger vor: Henry Strathmann setzte sich in einem Auswahlverfahren gegen zwei Bewerberinnen durch. Der 46-jährige Veterinärmediziner und Fachtierarzt für öffentliches Veterinärwesen ist den meisten im Landkreis bereits bekannt, da er bisher als stellvertretender Amtstierarzt tätig war.

Viele erinnern sich an Bilder, die Strathmann im Vollschutzanzug beim Einsammeln von Kadavern im ASP-Gebiet zeigen. "Ich habe von dem Besten gelernt und versuche, das so bürgernah und pragmatisch fortzusetzen, wie es Dr. Wendland vorher getan hat", versicherte der neue Amtstierarzt, der seit 15 Jahren an der Seite seines Vorgängers arbeitete.

Heimatverbundene Motivation für die neue Aufgabe

Henry Strathmann, der mit seiner Familie in Dorettenhof bei Templin lebt, betonte seine tiefe Verbundenheit mit der Region: "Ich bin geborener Uckermärker. Für mich ist es in gewissem Sinne eine Verpflichtung, für meine Heimat tätig zu sein." Trotz des Respekts vor der neuen Verantwortung freue er sich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit der Landrätin und dem Kreistag.

Landrätin Karina Dörk äußerte ihren Wunsch nach einer vertrauensvollen Zusammenarbeit in den kommenden Jahren. Mit Henry Strathmann übernimmt ein erfahrener und heimatverbundener Fachmann ein Amt, das in Zeiten globaler Tierseuchengefahren an Bedeutung gewinnt und besondere Herausforderungen mit sich bringt.

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