Massive Proteste in deutschen Städten: Tausende demonstrieren gegen Energiepolitik der Regierung
Massive Proteste: Tausende gegen Energiepolitik der Regierung

Massive Protestwelle gegen Energiepolitik der Bundesregierung

In einer breiten Protestaktion sind am Wochenende zehntausende Menschen in mehreren deutschen Großstädten auf die Straße gegangen, um ihrer Unzufriedenheit mit der aktuellen Energiepolitik der Bundesregierung Ausdruck zu verleihen. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!“ hatte ein Bündnis aus Umweltorganisationen zu den Demonstrationen in Berlin, München, Hamburg und Köln aufgerufen.

Berlin: 9.000 Demonstranten laut Polizei

In der Hauptstadt Berlin versammelten sich nach offiziellen Polizeiangaben rund 9.000 Protestierende. Zu den prominenten Rednerinnen gehörte die bekannte Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die mit einem Schild mit der Aufschrift „Energiewende abwürgen ist so 2013“ auf die ihrer Ansicht nach veraltete Politik hinwies. Die Veranstalter sprachen sogar von deutlich höheren Teilnehmerzahlen und gaben 24.000 Demonstranten in Berlin an.

Scharfe Kritik an Wirtschaftsministerin Reiche

Besonders im Fokus der Kritik stand Wirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU. Auf Transparenten in München warfen ihr Demonstranten vor, den Erfolg der Energiewende aktiv zu gefährden und fossile Energieträger zu bevorteilen. Martin Geilhufe, der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz in Bayern, bezeichnete Reiches Netzpaket in einer emotionalen Rede als „Teil eines konzertierten Generalangriffes auf Natur, Umwelt und Klima“.

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Hintergrund: Geopolitische Krisen und hohe Energiepreise

Die Proteste finden vor dem Hintergrund eskalierender Energiepreise und geopolitischer Spannungen statt, insbesondere mit Blick auf den Iran-Krieg. Die Organisatoren betonen in ihrem Aufruf, dass diese Entwicklungen die Risiken fossiler Energien deutlich machten. Stattdessen forderten sie ein deutlich beschleunigtes Tempo beim Ausbau von Wind- und Solarenergie, was ihrer Ansicht nach von Teilen der Union und Wirtschaftsministerin Reiche ausgebremst werde.

Großdemonstrationen in vier Metropolen

Neben Berlin und München fanden auch in Hamburg und Köln größere Protestkundgebungen statt. In München hatten der Bund Naturschutz in Bayern, Fridays For Future, Greenpeace und das Umweltinstitut München zur Demonstration aufgerufen, bei der die Veranstalter von 12.000 Teilnehmern sprachen. Insgesamt gaben die Organisatoren an, dass in allen vier Städten zusammengenommen etwa 80.000 Menschen auf die Straße gegangen seien, um für eine beschleunigte Energiewende und gegen die aktuelle Regierungspolitik zu demonstrieren.

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