Unterirdischer Schwelbrand bei Bredenfelde: Rauch belegt anhaltendes Glimmen
In einem ehemaligen Teich auf einem Acker am Ortsrand von Bredenfelde qualmt es immer noch aus der Erde. Ein unterirdischer Schwelbrand glimmt weiter und stellt die örtlichen Behörden vor eine Herausforderung, da er nicht gelöscht werden kann. Das Feuer frisst sich stetig in die Randbereiche vor, wo auch Bäume stehen, deren Reaktion auf dieses Naturschauspiel abzuwarten bleibt.
Seit November aktiv: Feuer unter der Erde
Das Phänomen spielt sich seit ungefähr November auf dem Feld ab. Anfangs wurde noch Wasser aufgebracht, um die Flammen zu bekämpfen, doch dies erwies sich als wirkungslos. Das anstehende Tauwetter und die damit einhergehende Feuchtigkeit könnten positive Faktoren sein, um das Ganze in Schach zu halten, aber ein Erlöschen ist unwahrscheinlich. Der Schwelbrand wird sich voraussichtlich fortsetzen, bis kein brennbares Material mehr vorhanden ist oder der Sauerstoff aufgebraucht ist.
Selbstentzündung als Ursache: Druck und Wärme
Im vergangenen Jahr wurde das Naturschauspiel zunächst als Fall für die Polizei gemeldet, nachdem ein Anwohner vermutete, dass auf dem Acker gezündelt wird. Die Beamten riefen die Feuerwehr, die vor Ort feststellte, dass das Feuer unter der Erde brennt und durch Selbstentzündung entstanden sein muss. Christian Wyrwich, der Bredenfelder Wehrführer, erläuterte: „Das ist wie bei Heu- oder Strohballen, die fest zusammengepresst werden. Durch den Druck entsteht Thermik, Wärme wird erzeugt. Es kommt zur Selbstentzündung.“
Hohe Temperaturen und unklare Tiefe
Bis heute kann nicht eingeschätzt werden, wie tief das Feuer glimmt. Bei der Entdeckung im vergangenen Jahr betraf es zunächst ein Areal von etwa 20 Quadratmetern, das mit einer Wärmebildkamera lokalisiert wurde. Mit diesem Gerät wurden Spitzentemperaturen von bis zu 400 Grad Celsius gemessen, was die Intensität des unterirdischen Brands unterstreicht. Die Feuerwehrkameraden bleiben wachsam, aber eine Lösung zur vollständigen Löschung steht noch aus.



