Hochwasserrückhaltebecken bei Straßberg: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Bei Straßberg im Harz laufen die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Hochwasserrückhaltebeckens auf Hochtouren. Derzeit werden die Zufahrtswege zur künftigen Baustelle ausgebaut, um den reibungslosen Transport von Material und Maschinen zu gewährleisten. In den kommenden Monaten stehen weitere wichtige Arbeiten an, darunter umfangreiche Grabungen und die Umverlegung der Selke. Damit rückt der eigentliche Baubeginn des lang geplanten Projekts in greifbare Nähe.
Ein gewaltiges Absperrbauwerk entsteht
Rund zwei Kilometer nordwestlich von Straßberg entsteht ein imposantes Absperrbauwerk mit einer Kronenlänge von etwa 270 Metern und einer Höhe von fast 20 Metern. Im Hochwasserfall wird es das Tal wie ein Riegel verschließen und so die umliegenden Gemeinden vor Überschwemmungen schützen. Das Projekt ist eine direkte Reaktion auf das verheerende Selke-Hochwasser von 1994, das vor 32 Jahren große Schäden verursachte.
Jahrzehntelange Planung mündet in konkrete Maßnahmen
Nach über 20-jähriger Planungszeit geht es nun endlich mit den ersten konkreten Bauvorbereitungen los. Die aktuelle Phase umfasst nicht nur den Ausbau der Zufahrten, sondern auch die Vorbereitung des Geländes für die kommenden Bauarbeiten. Experten betonen, dass diese Vorbereitungen entscheidend für den reibungslosen Ablauf des gesamten Bauprojekts sind. Die Umverlegung der Selke stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da sie sorgfältig geplant werden muss, um die ökologischen Auswirkungen zu minimieren.
Zeitplan und nächste Schritte
In den kommenden Wochen und Monaten werden die Arbeiten intensiviert. Nach Abschluss der Zufahrtsarbeiten folgen die Grabungen für das Fundament des Rückhaltebeckens. Parallel dazu wird mit der Umleitung der Selke begonnen, um Platz für das Bauwerk zu schaffen. Die Behörden rechnen damit, dass der eigentliche Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 starten kann. Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein im Hochwasserschutz der Region und soll künftig dazu beitragen, ähnliche Katastrophen wie 1994 zu verhindern.



