Moskau – Wird Putins Luxus-Traum am Schwarzen Meer zum Öl-Albtraum? Satellitenbilder zeigen einen großen Ölteppich, der sich entlang der Küste in Richtung Gelendschik und Kap Idokopas bewegt. Dort befindet sich Putins Prunk-Palast. Der Ölteppich ist aktuell etwa 30 Kilometer vom Anwesen des Kremlherrschers entfernt.
Präsident Wladimir Putin (73) hat kein Glück mit seiner Residenz am Schwarzen Meer. Vor zwei Jahren zielte die Ukraine mit Drohnenschwärmen auf die Küsten-Villa, vergangenes Jahr bedrohten Waldbrände das Anwesen – jetzt ist es eine Öl-Katastrophe.
Angriffe auf die Raffinerie Tuapse
Die Ölraffinerie Tuapse, eine wichtige Anlage an Russlands Schwarzmeerküste, ist in den vergangenen Wochen mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Die ersten Attacken am 16. und 20. April verursachten große Brände, die sogar aus dem Weltall zu sehen waren. Dabei wurde eine Person getötet und Lagertanks beschädigt.
Schwarzer Regen und giftige Luft
Giftige Substanzen kamen als schwarzer Regen vom Himmel und bedeckten Autos und Straßen mit öligen Flecken. Experten sprechen von der schlimmsten Umweltkatastrophe in der Region seit Jahren. Anwohner tragen Masken gegen die Gift-Luft, auch Evakuierungen hat es inzwischen gegeben. „Die Stadt erstickt im Rauch“, so ein Anwohner in den sozialen Medien.
Die Küste des Schwarzen Meeres ist voller Öl-Reste, tote Fische füllen hunderte Säcke. Experten warnen, dass die Verschmutzung lokale Ökosysteme schädigen und die touristische Attraktivität der Region beeinträchtigen könnte. Die Behörden spielen die Gefahr herunter, doch vor der Sommersaison nehmen die Bedenken hinsichtlich Umwelt und Tourismus zu.
Politische Reaktionen
Putin hat der Ukraine vorgeworfen, Angriffe auf zivile Infrastruktur zu führen und vor „schwerwiegenden ökologischen Folgen“ gewarnt. Die Ukraine bestätigte die Angriffe als Teil ihrer Kampagne gegen Russlands Energiesektor. Laut Ukraine haben russische Exporte nur begrenzte Auswirkungen auf die globalen Märkte.



