Unterirdischer Reinwasserspeicher in Retgendorf: Millionenprojekt sichert Trinkwasserversorgung
Unterirdischer Wasserspeicher sichert Versorgung in Retgendorf

Unterirdischer Wasserspeicher sichert Versorgung in Retgendorf

Im Ortskern von Retgendorf entsteht derzeit ein unsichtbares Bauwerk, das für die langfristige Trinkwasserversorgung der Gemeinde von entscheidender Bedeutung sein wird. Unter einem mächtigen Erdhügel verbirgt sich ein neuer Reinwasserspeicher, den der Zweckverband Schweriner Umland als größtes Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahre realisiert.

Technische Lebensader unter der Erde

Was oberflächlich wie ein gewöhnlicher Hügel erscheint, beherbergt unter Tonnen von Kies und Sand eine technische Lebensader für die Region. Der Reinwasserspeicher fungiert als Zwischenspeicher für bereits vollständig aufbereitetes Trinkwasser – kein Rohwasser oder Zwischenprodukt, sondern klar kontrolliertes und trinkfertiges Wasser, das die komplette Aufbereitung im Wasserwerk durchlaufen hat.

„Demnächst wird der Hügel noch begrünt und dann wird nur noch die Eingangstür zum Reinwasserbehälter zu sehen sein“, erklärt Kay Cieslak, Betriebsleiter des Zweckverbandes Schweriner Umland. Die Bauarbeiten begannen bereits im Oktober 2025 und sollen noch in diesem Sommer abgeschlossen werden. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Wir rechnen mit der Fertigstellung im Juni“, so der Betriebsleiter weiter.

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Investition in die Versorgungssicherheit

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,5 Millionen Euro stellt das Projekt eine substantielle Investition in die Infrastruktur der Region dar. Der neue Speicher bietet Platz für zweimal 250 Kubikmeter Wasser und schafft damit eine wichtige Reservekapazität.

„Damit können wir die Versorgungssicherheit für die Gemeinde sichern. Durch den Bau zahlreicher neuer Eigenheime ist auch der Bedarf an Frischwasser gestiegen. Mit dem Wasserwerk sind wir in den vergangenen Jahren in Retgendorf immer dichter an die Grenze des Möglichen gekommen“, erläutert Kay Cieslak die Notwendigkeit des Projekts.

Puffer für wachsende Gemeinde

Die Region um Retgendorf verzeichnet ein kontinuierliches Wachstum mit zahlreichen Neubauprojekten und steigendem Wasserbedarf. Der neue Reinwasserspeicher schafft hier einen wichtigen Puffer zwischen Produktion und Verbrauch.

Das Funktionsprinzip ist dabei ebenso schlicht wie effektiv:

  • Das Wasser wird maximal 24 Stunden zwischengelagert
  • Es bleibt während der gesamten Zeit frisch und trinkfertig
  • Die bedarfsgerechte Abgabe ins Netz wird optimiert

„Das Wasser ist nach wie vor immer frisch“, betont der Betriebsleiter. Mit dem neuen Speicher sei die bisherige Kapazitätsgrenze nun erst einmal verschoben worden, und es gebe sogar einen kleinen zusätzlichen Puffer für zukünftige Entwicklungen.

Grüne Tarnung für technische Innovation

Noch präsentiert sich die Baustelle als brauner Hügel hinter einem großen Bauschild, doch bald wird von der technischen Anlage kaum noch etwas zu erkennen sein. Die geplante Begrünung wird den Speicher optisch vollständig in die Landschaft integrieren und ihn zu einem unauffälligen, aber essentiellen Bestandteil der lokalen Infrastruktur machen.

Der unterirdische Reinwasserspeicher in Retgendorf steht damit exemplarisch für moderne Infrastrukturprojekte, die technische Notwendigkeit mit ästhetischer Integration verbinden und langfristig die Lebensqualität in wachsenden Gemeinden sichern.

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