Akademie der Künste trauert um Wulf Herzogenrath
Akademie der Künste trauert um Wulf Herzogenrath

Akademie der Künste trauert um Wulf Herzogenrath

Die Berliner Akademie der Künste trauert um ihren ehemaligen Direktor der Sektion Bildende Kunst, Wulf Herzogenrath. Der renommierte Kunsthistoriker verstarb bereits am Donnerstag im Alter von 82 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin. Dies gab die Senatspressestelle in Bremen bekannt, wo Herzogenrath von 1994 bis 2011 als Direktor der Kunsthalle tätig war.

Ein Leben für die Kunst

Herzogenrath wurde 1944 in Rathenow (Brandenburg) geboren. Er studierte Kunstgeschichte und promovierte 1970 in Bonn über Oskar Schlemmers Wandbilder. Von 1973 bis 1989 leitete er den Kölnischen Kunstverein. Anschließend war er von 1989 bis 1994 als Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin für die Konzeption des neuen Museums für Gegenwart im Hamburger Bahnhof verantwortlich. 1994 übernahm er die Direktion der Bremer Kunsthalle, bevor er 2012 nach Berlin zurückkehrte.

Im Jahr 2006 wurde Herzogenrath zum Mitglied der Akademie der Künste gewählt. Von 2012 bis 2021 leitete er die Sektion Bildende Kunst als Direktor. Die Akademie würdigte sein Schaffen in einer Mitteilung. Karin Sander, die aktuelle Direktorin der Sektion Bildende Kunst, erklärte: „Wulf war ein Film- und Videopionier, liebte unterschiedlichste Formate. Für seine leeren Skizzen-Bücher, die er über all die Jahre mit sich führte, bat er Künstlerinnen und Künstler eine Seite zu bearbeiten. Damit hat er ein vielbändiges, umfassendes Kompendium von unterschiedlichsten Originalen zusammengetragen, die nun ein großes Gesamtwerk ergeben.“

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Herzogenrath prägte zahlreiche Institutionen und hinterlässt ein bedeutendes Erbe in der deutschen Kunstlandschaft. Sein Tod wird in der Kunstwelt schmerzlich vermisst.

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