Die Thüringer Schriftstellerin Daniela Danz ist mit dem diesjährigen Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt worden. Die 49-jährige Autorin, die in Eisenach geboren wurde und im Weimarer Land lebt, erhielt die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag in Weimar. Ihr Werk umfasst Lyrik, Essays und Prosa.
Jury würdigt unverwechselbare Stimme
In der Begründung der unabhängigen Jury heißt es, Danz gehöre zu den unverwechselbaren Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sie schreibe über die Suche nach Freiheit, über Ambivalenzen der Natur und über europäische Krisengebiete.
Dankesrede mit Bezug zur DDR
In ihrer Dankesrede betonte die Schriftstellerin den Stellenwert von Freiheit und verwies dabei auf die DDR, in der freie Kunst keine Selbstverständlichkeit gewesen sei. „Nicht jeder Satz habe gesagt werden dürfen und nicht jede Abweichung sei geduldet worden“, so Danz laut Redemanuskript. „Und obwohl ich mittlerweile dreimal so lange in einem Staat mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung lebe, scheint mir die Freiheit der Kunst noch immer keine Selbstverständlichkeit zu sein.“
Tradition des Literaturpreises
Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung vergibt seit 1993 einen Literaturpreis. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Herta Müller, Daniel Kehlmann, Wulf Kirsten und Uwe Tellkamp.



