Die legendäre Oscar-Pechsträhne von Glenn Close ist endlich vorbei. Die 79-jährige Schauspielerin, die im Laufe ihrer Karriere achtmal für einen Oscar nominiert wurde und stets leer ausging, erhält nun einen Ehrenoscar. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gab bekannt, dass Close zusammen mit dem Animationskünstler Floyd Norman und dem britischen Regisseur Ridley Scott mit Sonderehrungen ausgezeichnet wird. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Governors Awards-Gala am 15. November in Los Angeles statt.
Eine Ehrenauszeichnung ohne Wettbewerb
Anders als bei den regulären Oscars gibt es bei den Ehrenpreisen keinen Wettbewerb. Der Vorstand der Academy wählt Persönlichkeiten aus, die einen besonderen Beitrag zur Filmkunst und Gesellschaft geleistet haben. Close, bekannt aus Filmen wie Eine verhängnisvolle Affäre oder als Cruella de Vil in 101 Dalmatiner, teilt den wenig erstrebenswerten Rekord von acht erfolglosen Nominierungen mit dem verstorbenen Peter O’Toole, der seinen Ehrenoscar 2003 erhielt.
Weitere Geehrte: Floyd Norman und Ridley Scott
Floyd Norman, 90 Jahre alt, war einer der ersten schwarzen Animatoren bei Disney und wirkte an Klassikern wie Dornröschen und Dschungelbuch mit. Ridley Scott, einer der einflussreichsten Regisseure der letzten Jahrzehnte, wurde durch Filme wie Alien, Blade Runner und Gladiator weltberühmt.
Neue Regeln für die nächsten Oscars
Die regulären Oscars werden erst wieder im März 2027 vergeben. Bei der 99. Auflage treten neue Regeln in Kraft, die unter anderem internationale Beiträge, Schauspiel-Nominierungen und den Umgang mit künstlicher Intelligenz betreffen. So dürfen Rollen nur nominiert werden, wenn sie nachweislich von Menschen gespielt wurden. Auch Drehbücher müssen von Menschen verfasst sein.



