Die US-amerikanische Schauspielerin Louise Lasser ist am Montag im Alter von 87 Jahren in ihrem Haus in Manhattan gestorben. Das berichtet die „New York Times“. Lasser war eine bekannte Komikerin und erlangte mit ihrer Hauptrolle in der Serie „Mary Hartman, Mary Hartman“ internationale Berühmtheit. Für diese Rolle wurde sie 1976 für einen Emmy nominiert.
Frühes Leben und Karrierebeginn
Louise Lasser wurde 1939 in New York als Tochter eines Steuerberaters und einer Designerin geboren. Sie wuchs in der Bronx auf und studierte Politikwissenschaft, bevor sie sich der Schauspielerei widmete. Ihre Karriere begann sie auf der Theaterbühne und in Werbespots. Als erste Schauspielerin gewann sie den Clio Award, die höchste Auszeichnung der Werbebranche.
Beziehung zu Woody Allen
In den 1960er Jahren lernte Lasser den Filmemacher Woody Allen kennen und spielte in einigen seiner frühen Werke mit, darunter „Take the Money and Run“, „Bananas“ und „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“. Das Paar heiratete 1966 und ließ sich 1970 scheiden. Lasser war Allens zweite Ehefrau.
Durchbruch mit „Mary Hartman, Mary Hartman“
1976 feierte Lasser mit „Mary Hartman, Mary Hartman“ ihren größten Erfolg. Die Serie von Norman Lear ist eine Mischung aus Seifenoper und Gesellschaftssatire, die absurde Alltagsmomente, Familiendramen sowie Mord und Totschlag in der Nachbarschaft thematisiert. In den 1970er Jahren lief sie im US-Fernsehen an fünf Tagen pro Woche und erreichte insgesamt 325 Episoden. Lasser landete mit ihrer Rolle als neurotische Hausfrau Mary Hartman auf Titelseiten von Magazinen wie „People“, „Newsweek“ und dem „Rolling Stone“.
Weitere Film- und Fernsehrollen
Später war Lasser an Filmen wie „Mystery Men“, „Requiem for a Dream“ und „Happiness“ beteiligt. In den 2010er Jahren spielte sie in drei Folgen der gefeierten Serie „Girls“ mit. In ihrer gesamten Karriere kam sie auf mehr als 60 Film- und Fernsehproduktionen.



