Der Potsdamer Filmkomponist Karim Sebastian Elias ist von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) als neues Mitglied aufgenommen worden. Wie die Akademie am Mittwoch mitteilte, zählt der 55-Jährige zu den 529 Filmschaffenden, die in diesem Jahr eine Einladung zur Mitgliedschaft erhalten haben. Die AMPAS vergibt jährlich die Oscars.
Oscar-Nominierungen als Sprungbrett
Elias hatte bereits für zwei Dokumentarfilme die Filmmusik komponiert, die für einen Oscar nominiert waren: „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ und „Cutting through Rocks“. Die Einladung zur Mitgliedschaft erfolgt in der Regel auf Basis einer Oscar-Nominierung oder besonderer Verdienste um die Filmkunst. In diesem Jahrgang hätten die Eingeladenen durch ihr Engagement für das Filmemachen einen bedeutenden Beitrag zur globalen Filmindustrie geleistet, hieß es in der Mitteilung der Akademie.
Sparte Filmmusik mit prominenten Neuzugängen
In der Sparte Filmmusik sind neben Elias unter anderem Felipe Pacheco und Daniel Waldman gelistet. Pacheco komponierte die Musik zu Filmen wie „Sinners“ und „Oppenheimer“, Waldman war für die Musik zu „Knives Out“ und „Joker“ verantwortlich. Die Akademie umfasst über ein Dutzend Sparten, darunter Regie, Kamera, Schnitt und Schauspiel.
Lehre an der Filmuniversität Babelsberg
Karim Sebastian Elias unterrichtet als Professor für Komposition an der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam. Bereits mehrere Alumni der Universität sind Mitglieder der AMPAS, darunter Andreas Dresen, Lars Ginzel, Christian M. Goldbeck und Markus Stemler. Elias selbst ist bekannt für seine Arbeiten an Produktionen wie „Rhythm Is It!“ und „Ku’damm 63“.
Bedeutung für die Filmstadt Potsdam
Die Aufnahme von Elias in die Oscar-Akademie unterstreicht die Bedeutung Potsdams als Filmstandort. Mit seiner Lehre an der Filmuniversität und seiner aktiven Karriere trägt er zur internationalen Sichtbarkeit der Region bei. Die Mitgliedschaft ermöglicht ihm künftig, über die Vergabe der Oscars mitzuentscheiden.



