Musikfestivals bei 40 Grad: Hitze-Streifen und Mittagspausen
Musikfestivals bei 40 Grad: Hitze-Streifen und Pausen

Am Wochenende starten trotz glühender Temperaturen zahlreiche Musikfestivals in Deutschland, darunter das beliebte Fusion-Festival. Während die Line-ups heiß sind, ist es das Wetter noch mehr: Vielerorts werden über 40 Grad Celsius erwartet. Die Veranstalter reagieren mit besonderen Schutzmaßnahmen, darunter sogenannte „Hitze-Streifen“ und verpflichtende Party-Pausen am Mittag.

Hitze-Streifen und Mittagspausen: So schützen sich die Veranstalter

Die Betreiber des Fusion-Festivals haben ein umfassendes Hitzekonzept entwickelt. Dazu gehören kühle Rückzugsorte, zusätzliche Wasserspender und „Hitze-Streifen“ – gekennzeichnete Wege, die im Schatten liegen oder mit Nebelduschen ausgestattet sind. Zwischen 12 und 15 Uhr wird zudem eine „Mittagspause“ eingelegt, in der keine Musik auf den Hauptbühnen läuft, um die Besucher zu einer Ruhepause zu animieren.

„Wir nehmen die Gesundheit unserer Gäste sehr ernst“, erklärt ein Sprecher des Festivals. „Die Hitze kann gefährlich werden, daher haben wir unser Sicherheitskonzept angepasst. Wir empfehlen allen, ausreichend zu trinken und sich im Schatten aufzuhalten.“

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Trotz Hitze: Große Nachfrage nach Festivaltickets

Die Nachfrage nach Festivaltickets ist ungebrochen. Das Fusion-Festival ist seit Wochen ausverkauft, und auch andere Veranstaltungen wie das „Hurricane“ oder „Southside“ melden hohe Besucherzahlen. Viele Festivalgänger trotzen der Hitze mit Sonnenschirmen, Hüten und Kühlwesten.

„Ich bin verrückt genug, bei 40 Grad mein Zelt aufzuschlagen“, sagt die 24-jährige Besucherin Lena M. aus Berlin. „Aber ich habe mich gut vorbereitet: viel Wasser, Sonnencreme und ein Schattenplatz. Die Stimmung ist trotzdem super.“

Gesundheitsrisiken bei extremer Hitze

Ärzte warnen allerdings vor den Risiken. „Bei Temperaturen über 40 Grad kann es schnell zu Kreislaufproblemen, Hitzschlag oder Sonnenstich kommen“, sagt Dr. Thomas Müller vom Deutschen Roten Kreuz. „Besonders auf Festivals, wo viel getanzt und Alkohol getrunken wird, ist Vorsicht geboten.“ Er empfiehlt, auf den eigenen Körper zu hören und bei ersten Anzeichen von Unwohlsein sofort in den Schatten zu gehen.

Die Veranstalter haben daher die Sanitätsdienste verstärkt. Auf dem Fusion-Gelände stehen mehrere Kühlzelte bereit, in denen Besucher abkühlen können. Auch die Security-Mitarbeiter wurden angewiesen, auf Anzeichen von Hitzschlag zu achten und gegebenenfalls einzugreifen.

Klimawandel beeinflusst Festivalplanung

Die zunehmende Hitze stellt die Festivalbranche vor neue Herausforderungen. Immer mehr Veranstalter denken über eine Verlegung in kühlere Monate oder eine Verkürzung der Festivalzeiten nach. „Der Klimawandel macht auch vor Festivals nicht halt“, so ein Branchenexperte. „Wir müssen uns anpassen, sonst werden solche Events in Zukunft unmöglich.“

Bisher halten die meisten Festivals jedoch an ihren Terminen fest. Für das kommende Wochenende ist keine Abkühlung in Sicht – die Temperaturen bleiben hoch. Die Besucher sind also weiterhin gefordert, sich selbst zu schützen.

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