Gen-Z-Horror: „Backrooms“-Film erobert die Kinos
„Backrooms“-Film: Gen-Z-Horror erobert die Kinos

Von der YouTube-Serie zum Kinohit

Mit 16 Jahren drehte Kane Parsons eine virale YouTube-Serie über die Online-Saga der Backrooms. Vier Jahre später ist daraus ein Horrorfilm geworden, der direkt auf Platz 1 der US-Kinocharts landete. Der Film startet nächste Woche in Deutschland und erzählt die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die in einem mysteriösen, endlosen Bürokomplex gefangen ist.

Die Ursprünge der Backrooms

Die Backrooms waren bereits vor Parsons‘ Serie Internet-Folklore, zurückzuführen auf ein Meme auf dem Imageboard 4Chan und die Obsession mit sogenannten „Liminal Spaces“: verlassene, alltägliche Räume, die unheimlich wirken. Parsons erfand eine Hintergrundgeschichte und postete immer mehr Videos, die Millionen Zuschauer anzogen.

Ein Deal mit A24

Der Erfolg führte zu einem Vertrag mit A24, bekannt für Arthouse-Filme wie „Marty Supreme“. Mit 20 Jahren ist Parsons der jüngste Regisseur, der je auf Anhieb Platz 1 der US-Kinocharts belegte. Der Film wurde nicht mit 3D-Software, sondern in einem riesigen Set gedreht, mit Oscar-nominierten Stars wie Chiwetel Ejiofor und Renate Reinsve.

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Handlung und Atmosphäre

Ejiofor spielt Clark, einen frustrierten Möbelhausbesitzer, der eine durchlässige Wand in seinem Keller entdeckt. Dahinter erstreckt sich ein endloses Labyrinth aus Räumen, die vertraut und doch falsch wirken. Gemeinsam mit seinen Angestellten dringt er tiefer ein – gefilmt mit körniger Videotechnik, die an „Blair Witch Project“ erinnert.

Der Film lebt von seiner unheimlichen Ästhetik und Atmosphäre, weniger von Schockmomenten. Die Charaktere sind jedoch recht klischeehaft gezeichnet: zwei verlorene Seelen mit Erwachsenenproblemen. Ein Wissenschaftler, der das Phänomen erklären soll, wirkt wie ein Vehikel für eine Fortsetzung.

Interpretation und Bedeutung

Dennoch bleibt ein Gefühl tiefen Unbehagens. Die Backrooms können als Symbol für die Auswegslosigkeit menschlicher Traumata oder die Ennui einer Generation gesehen werden, die mit endlosem Scrollen aufgewachsen ist. Die uncanny Ästhetik erinnert an frühe KI-generierte Bilder – menschlich, aber doch fremd.

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