Aquamarin-Brosche als Höhepunkt der Sendung
In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ am 29. Juli 2026 stand eine außergewöhnliche Brosche im Mittelpunkt, die mit ihrem intensiven Blau alle Blicke auf sich zog. Zwei Freundinnen, Hiltrud und Anneliese aus Erlangen, präsentierten Horst Lichter das Schmuckstück aus dem Familiennachlass. Die Großmutter von Hiltruds Ehemann hatte die Brosche Anfang der 1930er-Jahre als Geschenk eines Brasilianers erhalten. Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine Einzelanfertigung handelt.
Die Brosche besteht aus 750er-Rotgold, ist mit Diamanten besetzt und trägt in der Mitte einen großen Aquamarin von etwa 35 Karat. Der himmelblaue Edelstein verleiht dem Stück eine besondere Strahlkraft. Laut Expertin Wendela Horz (56) könnte der Aquamarin aus der berühmten Santa-Maria-Mine in Brasilien stammen. „Allein der Goldankaufswert liegt bei etwa 1.200 bis 1.300 Euro“, erklärte Horz. Aufgrund der außergewöhnlichen Qualität des Aquamarins schätzte sie die Brosche insgesamt auf 8.000 bis 10.000 Euro. Bei gesicherter Herkunft aus der Santa-Maria-Mine wäre der Wert sogar noch höher, allerdings wäre dafür ein aufwendiges Gutachten eines Edelstein-Sachverständigen nötig.
Spannende Auktion im Händlerraum
Im Händlerraum sorgte die Brosche sofort für große Aufmerksamkeit. Die Gebote stiegen schnell über die Expertenschätzung hinaus und kletterten bis auf 13.500 Euro. Am Ende sicherte sich Elke Velten-Tönnies (73) das Schmuckstück. Der ursprüngliche Wunschpreis der Verkäuferinnen lag bei 4.500 Euro – eine deutliche Überraschung für die beiden Freundinnen. Dieser Verkauf war zweifellos das Highlight der Sendung.
Weitere Raritäten vom 29. Juli 2026
Neben der Aquamarin-Brosche wurden in der heutigen Folge mehrere andere Objekte vorgestellt. Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten und die Einschätzung des Expertenteams:
- Zeiss Ikon Contax Kamera: Eine geerbte Kamera aus den 1930er-Jahren mit Original-Ledertasche. Sie gehört zu einem frühen, technisch fortschrittlichen Contax-Modell. Ein eingeritzter Name mindert jedoch den Sammlerwert. Expertenschätzung: 400 bis 600 Euro.
- Meissener Porzellan-Schale: Die Schale „Reicher Gelber Drache“ der Meissener Porzellanmanufaktur wird der sogenannten Pfeifferzeit (1924–1934) zugeordnet. Allerdings wurden in der Expertise kleine Risse und Glasurabplatzungen festgestellt. Expertenschätzung: 150 bis 200 Euro.
- Jardinière mit Glaseinsatz: Eine silberne Jardinière aus dem frühen 20. Jahrhundert mit klassizistischen und ägyptisierenden Gestaltungselementen. Der originale Glaseinsatz ist erhalten. Expertenschätzung: 350 bis 400 Euro.
- Italienische Keramik-Flaschenhalter: Fünf Werbeobjekte für Anislikör von einer italienischen Keramikmanufaktur stammen wahrscheinlich aus den 1960er Jahren. Die Figuren weisen Gebrauchsspuren sowie kleinere Schäden auf. Expertenschätzung: 100 bis 150 Euro für das Konvolut.
Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren die Zuschauer in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF. Die Sendung bleibt damit ihrem Ruf treu, seltene und faszinierende Raritäten zu präsentieren, die oft weit über ihre Schätzung verkauft werden.



