Susanne Daubner, die 65-jährige Sprecherin der „Tagesschau“, hat dem roten Sesamstraßen-Monster Elmo eine besondere Einladung ausgesprochen: „Du kommst in meine letzte Sendung, wär das ein Deal?“, fragte Daubner im neuen Videopodcast „Elmo – und du so?“. Das Gespräch, das rund 20 Minuten dauert, endet mit einer humorvollen Abmachung: Daubner verspricht, in ihrer letzten Tagesschau zu tanzen – eine Reaktion auf Elmos Vorwurf, sie wolle ja nicht tanzen in der Sendung. „Das mache ich in der letzten Sendung“, erklärte Daubner. Elmo entgegnete: „Aber das dauert ja noch eeeewig …“ Daubner: „Ach, naja.“
Daubner spricht offen über das Älterwerden
In dem Podcast, der seit Mittwoch in der ARD-Mediathek und bei ARD-Sounds verfügbar ist, gewährt Daubner persönliche Einblicke. Sie gesteht, dass sie mit über 60 Jahren beginne, über das Alter nachzudenken, „weil einem bewusst wird, dass das Leben irgendwie endlich ist“. Innerlich fühle man sich viel jünger, aber der Spiegel erinnere einen daran, dass das nicht mehr der Fall sei. „Mit diesem Zwiespalt muss man erst mal klarkommen“, so Daubner. Die verbleibende Zeit wolle sie nutzen, um Spaß zu haben und Spuren zu hinterlassen, auch wenn sie noch nicht genau wisse, welche das sein sollen. „Das ist das, was ich mir nach der ‚Tagesschau‘ vorgenommen habe“, sagte sie.
Elmo als emotionaler Interviewer
Das Format „Elmo – und du so?“ richtet sich laut NDR vor allem an die Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen, die die Sesamstraße aus ihrer eigenen Kindheit kennen. Eine NDR-Sprecherin erklärte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben uns für das Format entschieden, weil sich hier Elmos besonderer Charme als Interviewer vermittelt.“ Man erhoffe sich, dass die Gäste im Gespräch mit Elmo offener und emotionaler von sich erzählen. Neben Daubner sind in weiteren Episoden auch Max Mutzke und Linda Zervakis zu Gast. Wie viele Folgen produziert werden, steht nach Angaben des NDR noch nicht fest. Die Macher versprechen sich zudem, dass junge Eltern auf neue Weise mit der Sesamstraße in Kontakt kommen und Lust bekommen, die Sendung mit ihren Kindern zu schauen.



