Die Kinowoche hält einige Überraschungen bereit: Während „LOL 2.0“ mit Sophie Marceau an die Teenager-Komödie von 2006 anknüpft, entführt „Backrooms“ in eine unheimliche Internet-Folklore. Hugh Jackman dekonstruiert in „The Death of Robin Hood“ den Held Mythos. Wir stellen die wichtigsten Starts vor.
„LOL 2.0“: Nostalgie und Mutter-Tochter-Gefühle
Lisa Azuelos‘ ikonisches Teenager-Drama „LOL (Laughing Out Loud)“ von 2006 bekommt eine Fortsetzung. Die frühere Protagonistin Lola taucht nicht mehr auf, aber ihre kleine Schwester Louise (als 25-Jährige) kehrt nach einer Trennung zu ihrer Mutter zurück. Sophie Marceau spielt erneut die ewig junggebliebene Mutter. Die Handlung mag etwas flach sein, aber die Nostalgie und die Referenzen an den ersten Film machen den Charme aus.
„Backrooms“: Internet-Mythos wird zum Horrorfilm
Der 20-jährige Regisseur Kane Parsons adaptiert die Internet-Folklore der „Backrooms“ – endlose, gelb tapezierte Büroräume voller Unheimlichkeit. Der Film setzt auf Atmosphäre statt auf Jumpscares und schafft ein tiefes Unbehagen. Chiwetel Ejiofor spielt Clark, der durch eine Wand in diese Welt fällt.
„The Death of Robin Hood“: Ein Held im Niedergang
Hugh Jackman spielt einen gealterten Robin Hood, der von Little John in ein letztes Gemetzel gezogen wird. Schwer verletzt findet er Zuflucht in einem Kloster, wo eine Äbtissin (Jodie Comer) ihn pflegt. Michael Sarnoski dekonstruiert den Mythos mit brutaler Gewalt und fast kitschiger Idylle – ein elegischer Abschluss.
„Gorgonà“: Griechischer Genre-Mix ohne Humor
In einer nahen Zukunft hat sich ein Stadtstaat von Griechenland abgeschottet. Eine Bande toxischer Männer kontrolliert das Leben. Die Sängerin Eleni wird gekauft, doch ihre Leidenschaft gilt Maria. Der Film mischt Mythen mit Mad Max, scheitert aber an mangelndem Humor und wirkt langweilig.
„The Love That Remains“: Traumhafte Familiengeschichte
Der Film begleitet eine Familie nach der Trennung der Eltern. Unter der Oberfläche brodelt es, allegorische Bilder und Traumsequenzen verwirren. Die fantastischen Landschaften und die rätselhafte Handlung laden zum Träumen ein, auch wenn man nicht alles versteht.
„Nulpen“: Berliner Coming-of-Age mit Energie
Ramona und Nico haben Abitur gemacht, aber keine Lust auf Verantwortung. Der Film spielt im Berliner Sommer und überzeugt mit authentischen Dialogen und ansteckender Energie. Selten klingt ein Film über die Generation Z so natürlich.



