Fünf Keramik-Künstler verwirklichen sich Atelier-Traum in Werder
Atelierbesuch bei fünf Keramik-Künstlern in Werder

Fünf Keramik-Künstler haben sich in Werder (Havel) ihren Traum von einem gemeinsamen Atelier erfüllt. Im Ortsteil Glindow, dem historischen Zentrum der Ton- und Ziegelindustrie an der Havel, entstand auf einem weitläufigen Grundstück hinter einer weißen Klinkermauer ein kreativer Rückzugsort. Die Idee dazu reifte bereits während des Studiums im Westerwald.

Ein Ort mit Geschichte: Vom Ton-Mekka zum Künstlerhof

Glindow war einst bekannt für seine reichen Tonvorkommen und zahlreichen Ziegeleien. Heute erinnert nur noch wenig an diese Blütezeit, doch die Künstler haben die traditionelle Verbindung zur Keramik wiederbelebt. Auf dem Gelände befinden sich ein Wohnhaus, ein langgestrecktes Atelierhaus mit vier Werkstätten unter einem Gründach sowie eine weitere Werkstatt in einer restaurierten Remise. Die Architektur ist klar und geordnet, der Garten hingegen wild und naturnah.

Vier Ateliers unter einem Dach: Gemeinschaft und Kreativität

Das Langhaus beherbergt vier Keramikateliers, die durch Oberlichter viel Tageslicht erhalten. Jeder Künstler hat seinen eigenen Arbeitsbereich, profitiert aber vom direkten Austausch mit den Kollegen. Die Gemeinschaft fördert nicht nur die Kreativität, sondern ermöglicht auch gemeinsame Projekte und Ausstellungen. Die Remise wurde ebenfalls liebevoll restauriert und dient als zusätzlicher Arbeits- und Präsentationsraum.

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Vom Studium zur Verwirklichung: Der lange Weg zum eigenen Atelier

Bereits während ihres Studiums im Westerwald, der deutschen Keramik-Hochburg, träumten die fünf Künstler von einem eigenen Atelier. Nach dem Studium suchten sie lange nach einem geeigneten Ort, bis sie in Glindow fündig wurden. Die Entscheidung fiel auf Werder, weil die Region eine lange Töpfertradition hat und die Nähe zu Berlin künstlerische Anbindung bietet. Die Renovierung des alten Ziegeleigebäudes war aufwendig, aber das Ergebnis überzeugt: helle, großzügige Räume mit direktem Zugang zum Garten.

Ein Paradies für Keramiker: Zwischen Tradition und Moderne

Die Künstler arbeiten mit verschiedenen Techniken, von traditioneller Töpferei bis zu modernen keramischen Kunstformen. Jeder hat seinen eigenen Stil, doch alle schätzen die besondere Atmosphäre des Hofes. Die Ruhe und Abgeschiedenheit ermöglichen konzentriertes Arbeiten, während der Austausch untereinander neue Impulse gibt. Gelegentlich öffnen sie ihre Ateliers für Besucher, um Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren.

Der Hof in Glindow ist mehr als nur ein Arbeitsplatz – er ist ein Lebensraum, der Kreativität und Gemeinschaft vereint. Die fünf Künstler haben sich hier nicht nur ihren beruflichen Traum erfüllt, sondern auch einen Ort geschaffen, der inspiriert und zum Verweilen einlädt.

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