Aufgeregte Stimmen, Räucherstäbchenschwaden und lautes Trommeln erfüllen die Luft an der Hasenheide: In Berlin-Neukölln hat nach zwei Jahrzehnten Bauzeit der neue Hindu-Tempel eröffnet. Es sind besondere Tage für die hinduistische Gemeinde – und auch für Berlin. Bis Sonntag finden in dem Sri-Ganesha-Tempel unterschiedliche Rituale statt, um die Figuren der Gottheiten zu segnen und den lang ersehnten Tempel endlich mit Leben zu füllen.
Ein Meisterwerk indischer Baukunst
Allein das Portal des Tempels zieren 250 handbemalte Figuren, die Szenen aus der hinduistischen Mythologie darstellen. Im Inneren hat jede Gottheit ihr eigenes Häuschen, liebevoll gestaltet und reich verziert. Der Tempel ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kulturelles Highlight, das Besucher aus aller Welt anzieht.
Weihe mit heiligem Wasser
Ein besonderes Ritual war die Weihe des Tempels mit Wasser aus dem Ganges und der Spree. Diese symbolträchtige Handlung verbindet die indische Tradition mit der neuen Heimat in Berlin. Die Gemeinde feierte tagelang mit Musik, Tanz und Gebeten.
Der Sri-Ganesha-Tempel ist ein Zeichen der gelebten Vielfalt in Berlin und ein Ort, an dem Menschen aller Herkunft willkommen sind. Die Eröffnungsfeierlichkeiten dauern noch bis Sonntag an und bieten allen Interessierten die Möglichkeit, dieses einzigartige Gotteshaus zu erkunden.



