Biennale-Präsident Buttafuoco verteidigt russische Teilnahme unter Druck
Biennale-Präsident Buttafuoco verteidigt russische Teilnahme unter Druck

Der Präsident der Biennale in Venedig, Pietrangelo Buttafuoco, hat die Freiheit und Autonomie der Kunstausstellung betont. Beim Auftakt der 61. Biennale sagte er, die Biennale sei ein Ort des Friedens und der Diskussion. Buttafuoco hatte entschieden, russische Künstler teilnehmen zu lassen, woraufhin die internationale Jury Ende April geschlossen zurücktrat.

In den vergangenen Wochen gab es auch politische Spannungen mit der italienischen Regierung. Kulturminister Alessandro Giuli warf Buttafuoco vor, er betreibe „Neben-Außenpolitik“. Buttafuoco zeigte sich verwundert, dass sich die aus Aufklärung und Demokratie hervorgegangene Welt in eine „Brutstätte der Intoleranz und der Forderungen nach Zensur“ verwandelt habe.

Buttafuoco betonte, die Biennale dürfe nicht nach Zugehörigkeiten oder Pässen auswählen, sondern nach Werken und Visionen. Sie sei der Ort, an dem die Welt sich treffe, besonders wenn die Welt zerrissen sei. Er wies darauf hin, dass sowohl die Ukraine als auch Russland vertreten seien und dass man die Flaggen des Iran und Israels nebeneinander sehen könne.

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Allerdings gab die Biennale am Dienstag bekannt, dass der Iran nicht teilnehmen werde. Gründe für die Absage wurden nicht genannt. Die Biennale, die bis zum 22. November geöffnet ist, zählt zu den wichtigsten Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst weltweit.

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