Die Ausstellung „Graciela Iturbide und Dörte Eißfeldt“ im C/O Berlin zeigt die poetische Kraft der Fotografie. Die Künstlerinnen verbindet eine tiefe Sensibilität für das Alltägliche und das Besondere. Eißfeldt, die ursprünglich Malerin werden wollte, wechselte während ihres Kunststudiums in Hamburg in den 1970er-Jahren zur Fotografie. Sie beschreibt das Medium als „unbesetzt“ – im Gegensatz zu den von Männern dominierten Malerei- und Bildhauerklassen.
Die Werke beider Künstlerinnen zeichnen sich durch eine surreale und poetische Bildsprache aus. Iturbide, bekannt für ihre Aufnahmen mexikanischer Kulturen, und Eißfeldt, die mit dokumentarischen und inszenierten Elementen spielt, schaffen Bilder, die wie Gedichte wirken. Die Ausstellung unterstreicht die Freiheit der Fotografie, jenseits von Konventionen zu erzählen.
Ein zentrales Motiv der Schau ist der Wal, der als Metapher für die Fotografie selbst steht: groß, geheimnisvoll und voller Poesie. Die Bilder laden den Betrachter ein, in eine Welt einzutauchen, die zwischen Realität und Traum schwebt. Die Ausstellung läuft bis zum 15. Oktober 2023.



