Karneval trotzt Regen: Narren feiern als Krisenschild
Karneval trotzt Regen: Narren feiern als Krisenschild

Den Spaß an Weiberfastnacht kann den Närrinnen und Narren in Rheinland-Pfalz der Regen nicht vermiesen. Pünktlich um 11.11 Uhr läuteten rund 6.000 Menschen am Fastnachtsbrunnen auf dem Schillerplatz in Mainz die Straßenfastnacht ein. Trotz Nieselregens wurde fröhlich und ausgelassen mit Musik und Luftballons gefeiert.

Mönche, Prinzessinnen, Fußballer, Bienen, Astronauten und Zirkusdirektorinnen schunkelten vielfach unter Regenschirmen auf der Straße. Wer eine Regenjacke trug, hatte meistens zumindest eine bunte Perücke auf. Die Polizei sprach von einem friedlich-fröhlichen Zusammensein ohne besondere Vorkommnisse.

In Wittlich stürmten die Möhnen das Alte Rathaus. „Wir haben die Macht übernommen“, sagte Obermöhne Bianca Anuth. Pünktlich um 11.11 Uhr kletterten die Frauen auf einer etwa fünf Meter langen Holzleiter ins Rathaus. Mit „Kreiau“-Rufen führten sie Stadtbürgermeister Joachim Rodenkirch auf eine Bühne und kürzten seine Krawatte. Anuth berichtete von etwa 200 Besuchern, weniger als in den Vorjahren mit bis zu 500.

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In Mülheim-Kärlich startete der traditionelle Möhnen-Umzug um 14.11 Uhr bei regnerischem Wetter. Rund 6.000 Zuschauer wurden zum Umzug der etwa 550 Teilnehmer erwartet. Eine Sprecherin des Möhnen-Clubs 1950 Mühlheim wünschte allen Teilnehmern ein gesundes und sicheres Feiern.

Vielerorts startete der Straßenkarneval am Weiberdonnerstag mit Rathauserstürmungen, Partys und Umzügen. In vielen Kneipen, Bars und Vereinen wird bis in die Nacht weitergefeiert. Höhepunkt ist der Rosenmontag: In Mainz schlängelt sich ab 11.11 Uhr der mehr als sieben Kilometer lange Zug durch die Stadt, zu dem Hunderttausende erwartet werden.

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