Endlich wieder ein herausragender Berlin-Roman: Helmut Krausser entführt die Leser in seinem neuen Werk „Wer hat uns je geliebt?“ in die Hauptstadt und zeigt Menschen, die am Rande des Nervenzusammenbruchs stehen. Die Geschichte spielt in Berlin und thematisiert die existenziellen Fragen von Liebe und Tod.
Ein Roman über die Abgründe der Großstadt
Der Berlin-Roman hatte in den letzten Jahren einen schweren Stand. Die literarische Welt blickte vermehrt auf andere Schauplätze, und die Hauptstadt verlor ihren einst morbiden Glanz. Krausser gelingt es jedoch, die besondere Atmosphäre Berlins einzufangen und die Dysfunktionalität der Stadt als Kulisse für eine packende Erzählung zu nutzen.
Figuren zwischen Verzweiflung und Hoffnung
Die Protagonisten des Romans sind vielschichtig gezeichnet. Sie kämpfen mit ihren inneren Dämonen, während sie durch die Straßen Berlins irren. Krausser zeigt, wie die Stadt sowohl Fluch als auch Segen sein kann – ein Ort, an dem sich Schicksale kreuzen und Leben neu definiert werden.
Gerrit Bartels, der Rezensent, lobt die authentische Darstellung der Charaktere und die dichte Atmosphäre. „Wer hat uns je geliebt?“ sei ein Werk, das lange nachhallt und neue Perspektiven auf das Leben in der Metropole eröffnet.



