Spritpreise sinken weiter – Diesel fast auf Vorkriegsniveau
Seit der Entspannung im Nahen Osten fallen die Spritpreise rasant und nähern sich dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg an. Nach Angaben des ADAC kostete Diesel am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt nur noch drei Cent mehr pro Liter als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn. Super E10 lag 6,2 Cent über dem damaligen Preis. Erste Daten vom Donnerstag deuten auf weitere Preisrückgänge hin.
Diesel verbilligt sich neun Tage in Folge
Der Dieselpreis kennt derzeit nur eine Richtung: nach unten. Wie der Verkehrsclub mitteilte, kostete ein Liter am Mittwoch im Schnitt 1,776 Euro – ein Minus von 2,1 Cent im Vergleich zum Vortag. Es war der neunte Rückgang in Folge. Innerhalb einer Woche verbilligte sich Diesel um 7,6 Cent.
Auch Super E10 günstiger
Super E10 lag am Mittwoch bei 1,84 Euro pro Liter, 1,4 Cent weniger als am Dienstag. Nach fünf aufeinanderfolgenden Rückgängen beträgt das Minus auf Wochensicht 3,1 Cent. Am Donnerstagmorgen setzte sich der Abwärtstrend fort: Um 8.45 Uhr war Diesel laut ADAC um weitere 1,9 Cent günstiger als zur gleichen Zeit am Vortag, E10 um einen Cent.
Könnte Diesel bald unter Vorkriegsniveau fallen?
Sollte der Trend anhalten, könnte Diesel bald unter das Preisniveau vor Kriegsbeginn fallen. Dies liegt jedoch auch am Tankrabatt, der die Steuern pro Liter um 16,7 Cent senkt. Der ADAC sieht weiteres Potenzial für niedrigere Preise. „Es gibt weiterhin Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise“, betont ein Sprecher. Sowohl der Ölpreis als auch die Spritpreise lägen derzeit etwa auf dem Niveau von Anfang März, als der Tankrabatt noch nicht in Kraft war. „Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist.“
Am Donnerstagmorgen gab der Ölpreis nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran weiter nach.



