Rom – Kommt ein Englein geflogen … Diese kurze Begegnung rührt nicht nur Katholiken auf der ganzen Welt! Bei seiner wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan segnete Papst Leo XIV. am Mittwoch ein kleines Mädchen, das als süßer Engel verkleidet war.
Ein Engel auf dem Petersplatz
Der Pontifex fuhr gerade im Papamobil über den Petersplatz, als er in der Menschenmenge das kleine Kind entdeckte und von Sicherheitsleuten zu sich hochheben ließ. Eine kurze Begrüßung, ein Lächeln – dann segnete er das Mädchen, das ihn staunend ansah und dann ganz schnell zurück auf den Arm vom Vater wollte. Papa ist eben doch besser als „Papa“!
Dass der Papst vor der traditionellen Generalaudienz Kinder segnet, ist nicht ungewöhnlich. Während der Fahrt halten Menschen immer wieder auch Babys über die Absperrung, um sie vom Pontifex segnen zu lassen. Dann stoppt das Papamobil kurz und Leo XIV. nimmt sich einige Sekunden Zeit für die Kleinen. Doch nicht alle Begegnungen verlaufen so harmonisch wie mit dem kleinen Engelchen. Selbst der Heilige Vater muss sich manchmal anschreien lassen.
Ein Herz für Kinder
Trotzdem: Dass Leo XIV. ein Herz für Kinder hat, hat er bereits mehrfach bewiesen. Bei einem Besuch in Kamerun brach er sogar das Protokoll, als ein kleines Mädchen plötzlich auf ihn zulief, um ihn zu umarmen. Statt die Situation von Sicherheitskräften regeln zu lassen, öffnete der Papst spontan die Arme und erwiderte die Umarmung. Die Aufnahmen gingen um die Welt – und zementierten das Bild eines Papstes, der nahbar und herzlich ist.
Kinder geben der Welt ihre Schönheit zurück
In einem Gastbeitrag für die katholische Zeitung „Avvenire“ wandte sich das Kirchenoberhaupt vor Kurzem sogar direkt an die Kleinsten. Seine Botschaft: Gerade in einer Zeit voller Kriege, Krisen und Zukunftsängste zeigen Kinder den Erwachsenen, was wirklich zählt im Leben. Staunend, vertrauensvoll und frei von Vorurteilen könnten sie helfen, der Welt „ihre Schönheit zurückzugeben“, so der Papst.
Und: Er erinnerte an die Schätze aus der Kindheit, die auch im Erwachsenenalter nicht verloren gehen dürften: „die entwaffnende Kraft des Lächelns, den Mut, um Verzeihung zu bitten, und die Schönheit, Frieden zu schließen.“ Für Leo XIV. sind das Eigenschaften, die die Welt derzeit dringend braucht. Seine Botschaft: Wer erwachsen wird, darf das Kindsein nicht vergessen.



