Yiannis Pappas ist einer der Künstler, die in der Marina-Abramović-Ausstellung die Performance „Nude with Skeleton“ aufführen. Zwei Stunden lang liegt er nackt unter einem Skelett. Was geht ihm dabei durch den Kopf und wie bereitet er sich vor? Eine Begegnung in Berlin.
Das Gewicht des Skeletts
Ein solches Skelett ist nicht leicht. Etwas mehr als zehn Kilo bringt es auf die Waage, wie Yiannis Pappas und seine Mitstreiter es eigens gewogen haben. Nachvollziehbar – schließlich liegen sie beinahe täglich zwei Stunden unter ihm. Allerdings, sagt Pappas, „können diese zehn Kilo sich sowohl leicht, als auch schwer wie eine Tonne anfühlen. Das hängt von der ständigen Verhandlung zwischen Körper und Geist ab.“
Die Vorbereitung auf die Performance
Die Performance erfordert intensive Vorbereitung. Pappas trainiert sowohl körperlich als auch mental, um die zwei Stunden unter dem Skelett durchzustehen. Es gehe darum, die Wahrheit auszuhalten, erklärt er. Die Erfahrung sei jedes Mal anders und fordere ihn heraus.
Die Bedeutung der Kunst
Marina Abramović ist bekannt für ihre radikalen Performances, die oft die Grenzen des Körpers ausloten. „Nude with Skeleton“ ist keine Ausnahme. Pappas betont, dass es in der Performance um die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit geht. Die Zuschauer seien eingeladen, diesen Moment der Verletzlichkeit mitzuerleben.
Die Ausstellung in Berlin zieht viele Besucher an, die sich auf das intensive Erlebnis einlassen. Pappas hofft, dass seine Performance zum Nachdenken anregt und die Menschen dazu bringt, sich mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen.



