Am heutigen Abend findet auf dem Münchner Nockherberg der traditionelle Starkbieranstich statt. Dabei gibt es einige Neuerungen: Erstmals wird der Schauspieler und Kabarettist Stephan Zinner als Fastenprediger auftreten. Zinner ist auf dem Nockherberg kein Unbekannter, da er viele Jahre lang im Singspiel als Double von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu sehen war.
Zinner tritt die Nachfolge von Maxi Schafroth an, der nach seiner umstrittenen Rede im Vorjahr seinen Posten räumen musste. Beim anschließenden Singspiel bleiben einige Schauspieler in ihren bekannten Rollen: David Zimmerschied wird erneut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) darstellen, Thomas Unger spielt zum vierten Mal Markus Söder. Gerhard Wittmann ist wieder als Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) dabei, Judith Toth als Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) und Stefan Murr als Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Sina Reiß verkörpert die Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze.
Einige Schauspieler übernehmen neue Rollen: Wowo Habdank, der zuvor Anton Hofreiter (Grüne) spielte, schlüpft in die Rolle von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Nikola Norgauer, die zuletzt als Olaf Scholz auftrat, wird in diesem Jahr zur SPD-Vorsitzenden und Arbeitsministerin Bärbel Bas – es ist ihre sechste Nockherberg-Rolle.
Im Publikum werden wie gewohnt Söder, sein Kabinett, die Oppositionsfraktionschefs und einige Bundespolitiker sitzen. Die alte Nockherberg-Regel gilt weiterhin: Lieber derbleckt werden als gar nicht erwähnt werden. Markus Söder äußerte sich besorgt über eine mögliche Dominanz von Bundespolitikern: „Ich finde, der Nockherberg ist kein nationales Singspiel, sondern ein bayerisches.“ Er hoffe, dass es bayerisch bleibe und nicht zu preußisch werde.



