In mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns haben am Samstag Aktionen der Kampagne „One Billion Rising“ gegen Gewalt an Frauen stattgefunden. In Wismar versammelten sich Frauen in roter Kleidung vor dem Rathaus, um gemeinsam zu tanzen und ein Zeichen zu setzen. Beteiligt waren soziale Vereine und Verbände wie das DRK-Projekt „Stadtmütter“.
Die Leiterin Nancy Voigt betonte, dass solche Aktionen Frauen Mut geben könnten, Gewalt anzuzeigen. Es solle ein starkes Gemeinschaftsgefühl entstehen, das über den Aktionstag hinaus Bestand hat. Auch in Rostock informierten Vereine und Beratungsstellen über das Thema und stellten Schicksale betroffener Frauen sowie Unterstützungsmöglichkeiten vor.
Weitere Tanzdemos und Kundgebungen gab es in Stralsund, Schwerin und Neubrandenburg. Hintergrund des weltweiten Aktionstages sind alarmierende Zahlen: Laut Bundeskriminalamt hat etwa jede zweite Frau in Deutschland bereits Gewalt erlebt. Eine Studie des Bundesfamilienministeriums zeigt, dass nur fünf Prozent der Fälle zur Anzeige gebracht werden.
Die Kampagne „One Billion Rising“ wurde 2012 von der US-amerikanischen Dramatikerin Eve Ensler ins Leben gerufen. Der Name bezieht sich auf die geschätzte eine Milliarde Frauen und Mädchen, die weltweit im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt werden. Am 14. Februar finden in mehr als 200 Ländern entsprechende Veranstaltungen statt.



