Mutter im Visier der Ermittler
Nach dem Fund eines toten Säuglings in Renningen (Baden-Württemberg) haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Mutter aufgenommen. Die 29-Jährige steht im Verdacht, den Leichnam ihres drei Monate alten Sohnes selbst am Ortsrand abgelegt zu haben. Das teilten die Behörden in Stuttgart und Ludwigsburg am Mittwoch mit. Hinweise auf eine Entführung des Kindes gebe es nicht, die genauen Todesumstände seien weiterhin unklar.
Vermisstenmeldung und Suchaktion
Der Säugling war am späten Donnerstagabend als vermisst gemeldet worden. Die Eltern hatten die Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet. Nach Angaben der Polizei war der Junge kurz vor Mitternacht aus seinem Kinderwagen verschwunden. In der Folgezeit war völlig unklar, wo sich das Kind aufhalten könnte. Konkrete Hinweise zum Verbleib gab es zunächst nicht. Erst am nächsten Tag gegen 13:45 Uhr fand die Polizei die Leiche des Babys.
Großangelegte Suche
An der Suchaktion waren Dutzende Polizeikräfte beteiligt. Darunter waren Suchhunde des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschrauber, Drohnen mit Wärmebildkameras und Leichenspürhunde im Einsatz. Trotz des massiven Aufgebots konnte das Kind erst Stunden nach der Vermisstenmeldung tot aufgefunden werden.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Eine Obduktion soll Klarheit über die Todesursache bringen. Die Mutter befindet sich derzeit nicht in Gewahrsam, die Ermittlungen dauern an.



