Ausstellung „The Urban Skin“: Neuer Blick auf die Antike in Berlin
„The Urban Skin“: Antike neu entdeckt in Berlin

Farben der Antike: „The Urban Skin“ in Berlin

Die Ausstellung „The Urban Skin“ im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet einen völlig neuen Blick auf die Antike. Sie zeigt, dass antike Skulpturen und Bauwerke einst farbenprächtig waren – ganz im Gegensatz zur heutigen Vorstellung von weißem Marmor. Die Schau läuft vom 1. März bis zum 30. September 2024 und präsentiert rund 200 Exponate.

Technologie enthüllt vergessene Farben

Mithilfe modernster Technologie, wie UV-Licht und Röntgenfluoreszenz, konnten Forscher originale Farbreste auf den Exponaten nachweisen. „Die Antike war bunt, nicht weiß. Das vergessen wir oft“, sagte Kuratorin Dr. Anna Müller. Die Ausstellung zeigt unter anderem eine rekonstruierte Statue der Göttin Athene, deren Gewand in leuchtendem Blau und Rot erstrahlt.

Stadt als Leinwand: Urbaner Kontext

Der Titel „The Urban Skin“ bezieht sich auf die Stadt als Leinwand. Die Exponate stammen aus verschiedenen antiken Städten wie Rom, Athen und Pompeji. Sie verdeutlichen, wie öffentliche Räume mit Kunst und Farbe gestaltet wurden. „Die Menschen der Antike lebten in einer farbenfrohen Umgebung“, so Müller weiter. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Archäologischen Institut der Universität Berlin.

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Interaktive Elemente und Workshops

Besucher können in einem digitalen Labor selbst Farbrekonstruktionen erstellen. Ein 3D-Modell des Parthenon in Originalfarben ist ebenfalls zu sehen. Für Schulklassen gibt es spezielle Führungen. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro.

Bedeutung für die Forschung

Die Ausstellung unterstreicht die Bedeutung der Polychromieforschung. „Jede neue Entdeckung verändert unser Bild der Antike“, erklärte Prof. Dr. Klaus Weber, Leiter des Museums. Die Schau wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der im Handel erhältlich ist.

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