Thurn und Taxis planen Wiederaufbau von abgebranntem Jagdschloss Thiergarten
Thurn und Taxis planen Wiederaufbau von abgebranntem Jagdschloss Thiergarten

In der Nacht auf Montag ist das frühere fürstliche Jagdschloss Thiergarten nahe Donaustauf im Landkreis Regensburg niedergebrannt. Das Feuer brach gegen 0.30 Uhr aus, verletzt wurde niemand. Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, noch am Vormittag war Rauch über dem Waldgebiet zu sehen.

Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Brandfahnder der Regensburger Kriminalpolizei suchen am Brandort nach Spuren und bitten Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 0941/506-2888 zu melden.

Das Jagdschloss war Sitz des Golf- und Land-Clubs Regensburg, dessen Anlage das Gebäude umgab. Zudem befand sich dort ein gehobenes Restaurant, dessen Pächter kürzlich die Schließung zum Jahresende angekündigt hatten. 1969 hatte Johannes von Thurn und Taxis das Gelände dem Golfclub zur Verfügung gestellt.

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Der Fürstliche Thiergarten, ein öffentlich zugängliches Park- und Waldgebiet, wurde 1813 als Jagdwald der Fürsten zu Thurn und Taxis angelegt. Das Jagdschloss selbst wurde nach einem Brand 1880 im englischen Jagdhausstil erbaut und bis zum Zweiten Weltkrieg von der Familie genutzt. 1988 erlitt hier der damalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß bei einem Jagdausflug einen Zusammenbruch, an dessen Folgen er wenig später starb.

Die Familie Thurn und Taxis hat bereits Pläne für den Wiederaufbau des Jagdschlosses angekündigt. Ein Sprecher betonte, dass man das historische Gebäude in seiner ursprünglichen Form wiederherstellen wolle. Die genauen Zeitpläne und die Finanzierung sind noch offen.

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