Das Berliner DJ-Duo Brutalismus 3000 hat nach drei Jahren sein zweites Album „Harmony“ veröffentlicht. Die Platte markiert eine musikalische Weiterentwicklung und sorgt international für Aufsehen – nicht zuletzt wegen eines prominenten Gasts: Hollywood-Schauspielerin Anya Taylor-Joy, bekannt aus der Netflix-Serie „Das Damengambit“, ist auf dem Song „Morning Is For The Happy“ zu hören, wo sie ein Gedicht von Theo Zeitner zu Techno-Beats interpretiert.
Vom Tinder-Match zum gefragten Duo
Brutalismus 3000 besteht aus Produzent Theo Zeitner und Sängerin Victoria Vassiliki Daldas. Die beiden lernten sich 2018 auf der Dating-Plattform Tinder kennen – die Chemie stimmte vor allem musikalisch. 2020 gründeten sie das Duo. Daldas sticht mit ihrer markanten Stimme in der überwiegend männlichen Technoszene heraus. Ihr Stil ist unkonventionell: harter Techno mit Punk-Attitüde, der weltweit Fans findet.
Der Durchbruch gelang mit dem Song „Romantika“ aus dem Jahr 2022, der bei Spotify über 45 Millionen Mal gestreamt wurde. Monatlich hören über eine Million Menschen das Duo auf der Plattform, auf Instagram folgen ihnen 417.000 Nutzer. 2024 spielten sie bereits auf dem Coachella-Festival und gaben Konzerte in China. Weitere Auftritte in Miami, Chicago, Montreal und Los Angeles sind für den Sommer geplant, dazu zahlreiche Festivals in Europa.
Neue Klänge jenseits des Berliner Hard-Techno
Mit dem Album „Harmony“ entfernt sich Brutalismus 3000 bewusst vom typischen Berliner Techno-Sound. „Dieser ganze Hard-Techno-Film wurde irgendwann echt schal und hatte stellenweise schon was von einem Zirkus“, sagt Zeitner über die lokale Szene. „Irgendwann dachten wir einfach: Scheiß drauf, wir sind jetzt etabliert, also machen wir genau das, worauf wir Bock haben.“
Das Ergebnis sind 14 Songs auf knapp 40 Minuten, die Techno mit Punk, Metal, Trap und Dubstep vermischen. Zu den Co-Produzenten zählen Boys Noize und Dylan Brady, zudem ist die britische Technogruppe Underworld erneut vertreten. Die neue Platte zeigt das Duo vielseitiger und experimentierfreudiger als zuvor – eine chaotische Harmonie, die international begeistert.



