Influencerin Edda Pilz weint: Hasskommentare und Angst vor der Öffentlichkeit
Edda Pilz: Hass und Angst nach freizügigen Posts

Influencerin Edda Pilz (25) sieht sich täglich mit Hasskommentaren konfrontiert und leidet unter Angstzuständen. Nach einem Vorfall mit einer Fluggesellschaft und einem Hausverbot in einem Fitnessstudio in Berlin spricht sie offen über die psychischen Belastungen ihres Berufs.

Flugzeug-Zwischenfall und Fitnessstudio-Hausverbot

Ende Juni wurde Edda Pilz der Zutritt zu einem Lufthansa-Flug verweigert, weil sie nur mit einem Sport-BH und Hotpants bekleidet war. Erst nachdem sie eine Jacke anzog, durfte sie einsteigen. Kurz darauf kündigte die Fitnesskette John Reed ihre Mitgliedschaft fristlos und erteilte ihr Hausverbot. Grund: Edda hatte ohne Erlaubnis Selfies im Spiegel des Studios gemacht und auf Instagram gepostet. Sie selbst sieht darin keinen Regelverstoß, sondern vermutet Neid als Motiv.

Explodierende Views auf TikTok

Das Hausverbot nutzte Edda für Content: Auf TikTok veröffentlichte sie 29 Videos zu dem Thema, das erste Video erreichte 2,4 Millionen Aufrufe. Insgesamt generierte sie damit enorme Reichweite. Doch der Erfolg hat seinen Preis: „Es ist einfach nicht geil, wenn andere Leute Videos über dich posten. Also, wenn man Instagram öffnet oder TikTok und du siehst direkt, dass irgendwelche Leute sich über dich lustig machen, über dein Aussehen, über dich irgendwie“, erklärte sie weinend im RTL-Interview.

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Angst vor der Öffentlichkeit

Seit sie auf der Straße erkannt wird, geht Edda seltener vor die Tür und hat Panik entwickelt, unter Menschen zu gehen. Sie fürchtet, dass jemand ihre Adresse herausfindet und vor ihrer Tür steht. Die Grenze zwischen Privatperson und Influencerin verschwimmt zunehmend. Trotz der Belastungen sieht sie keinen Weg zurück: „Der Preis, den man zahlt, ist schon hoch. Keine Privatsphäre, negative Kommentare, aber im Endeffekt ist es halt einfach ein sehr gut bezahlter Job.“

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