Mehrheit will Büros zu Wohnungen umbauen: Sparkassen-Studie
Mehrheit will Büros zu Wohnungen umbauen

Eine exklusive Studie der Berliner Sparkasse zeigt: Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürwortet den Umbau von Büroflächen in Wohnungen als Maßnahme gegen den anhaltenden Wohnungsmangel. 62 Prozent der Befragten sprechen sich für diese Umnutzung aus. Nur 18 Prozent lehnen sie ab, der Rest ist unentschlossen. Die repräsentative Umfrage wurde im Juni 2026 vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Sparkasse durchgeführt.

Studie zeigt klare Präferenzen der Berliner

Neben dem Büroumbau bewerteten die Teilnehmer auch andere Lösungen. Der Neubau von Wohnungen auf freien Flächen erhält 55 Prozent Zustimmung, während die Nachverdichtung – etwa durch Aufstockung von Gebäuden oder Bebauung von Hinterhöfen – auf 48 Prozent kommt. „Die Berliner wollen vor allem bestehende Strukturen nutzen, statt neue Flächen zu versiegeln“, kommentiert Dr. Sabine Kurz, Leiterin der Immobilienabteilung der Sparkasse Berlin. Die Studie zeigt zudem, dass 71 Prozent der Befragten in einer Wohnung zur Miete leben, 22 Prozent im Eigentum. Die bevorzugte Wohnform ist die 3-Zimmer-Wohnung (37 Prozent), gefolgt von der 4-Zimmer-Wohnung (24 Prozent).

Große Zustimmung in allen Bezirken

Die Zustimmung zum Büroumbau ist in allen Berliner Bezirken hoch, besonders in den Innenstadtbezirken Mitte (68 Prozent) und Friedrichshain-Kreuzberg (65 Prozent). Auch in den Außenbezirken wie Marzahn-Hellersdorf (58 Prozent) und Spandau (56 Prozent) ist die Mehrheit dafür. „Das zeigt, dass die Berlinerinnen und Berliner pragmatisch denken und schnelle Lösungen fordern“, so Dr. Kurz. Die Studie wurde online durchgeführt, die Fehlertoleranz liegt bei 3,1 Prozentpunkten.

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Büroumbau als Teil der Lösung

Hintergrund der Umfrage ist der akute Wohnungsmangel in Berlin. Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung fehlen in der Hauptstadt rund 200.000 Wohnungen. Der Leerstand von Büroflächen ist in den letzten Jahren gestiegen – auf aktuell etwa 5,5 Prozent der Büroflächen. „Hier liegt ein enormes Potenzial“, betont Dr. Kurz. Die Umnutzung von Büros zu Wohnungen sei oft schneller realisierbar als Neubau, da die Infrastruktur bereits vorhanden sei. Allerdings seien bauliche Hürden wie Brandschutz und Lärmschutz zu beachten.

Weitere Ergebnisse der Studie

Die Studie fragte auch nach der gewünschten Wohnungsgröße: 28 Prozent wünschen sich 60 bis 80 Quadratmeter, 26 Prozent 80 bis 100 Quadratmeter. Nur 8 Prozent bevorzugen Wohnungen unter 40 Quadratmetern. Zudem gaben 44 Prozent der Befragten an, dass sie bereit wären, für eine zentrumsnahe Lage eine höhere Miete zu zahlen. Die durchschnittliche akzeptierte Kaltmiete liegt bei 12,50 Euro pro Quadratmeter. Die vollständige Studie wird am 1. August 2026 veröffentlicht.

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