Köln – Einst gehörte sie zu den erfolgreichsten Comedians Deutschlands, doch ein Tag im Januar 2008 veränderte ihr Leben für immer. Damals erlitt Gaby Köster (64) einen Schlaganfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihre finanziellen Rücklagen aus besseren Zeiten sind inzwischen aufgebraucht. „Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen“, sagte Köster („7 Tage, 7 Köpfe“) der „Bunten“. „Das macht mir wirklich schlaflose Nächte.“
Hohe Medikamentenkosten belasten das Budget
Seit dem Schlaganfall kann die 64-Jährige nicht mehr arbeiten. Die Schauspielerin lebt allein, malt viel und ist mit dem E-Rolli unterwegs. Doch 18 Jahre nach dem Schlaganfall kämpft sie mit hohen Medikamentenkosten, die monatlich bis zu 1.000 Euro betragen. Ohne festes Einkommen sind diese Ausgaben kaum zu stemmen. „Wenn man keinen Job hat, ist das schon ein Riesendrama. Die Elefanten im Keller, die früher die Kohle plattgetreten haben, sind arbeitslos.“
Familie als Stütze in schweren Zeiten
Aufgeben kommt für Köster trotzdem nicht infrage. Sie versucht weiterhin, den Alltag zu meistern. In einem früheren Interview mit BILD sagte sie 2022: „Meine Freundin Beate hilft mir – auch mein Sohn, wenn er Zeit hat. Er ist aber selbst dann eine Hilfe, wenn er gar nicht da ist. Mein Kind treibt mich mental an. Er möchte, dass ich selbstbewusst bin – und für ihn schaffe ich das auch.“
Ihrem Sohn Donald (33) – aus der 2005 geschiedenen Ehe mit Thomas Köller – möchte sie deshalb keine Schulden hinterlassen. „Er hat mal zu mir gesagt: Mama, mein Schatz – wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann verdiene ich gut, das reicht für uns beide. Da hätte ich fast geweint.“
Kösters Wunsch an die Politik
Sechs Monate verbrachte Köster 2008 nach ihrem Schlaganfall in der Klinik. Heute wünscht sie sich, dass Politiker einmal einen Tag auf eine Pflege- und Intensivstation gehen. „Dann würden sie sehen, was das für ein Knochenjob ist und wer letztendlich darunter leidet.“
Lebensmut trotz widriger Umstände
Ihren Lebensmut hat die Komikerin nicht verloren. „Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint“, sagte sie. „Und wenn sie mal nicht scheint, ziehe ich knallbunte Klamotten an und baue mir selbst eine Sonne.“ Eine aktuelle BILD-Anfrage zu ihrer finanziellen Situation ließ Köster bisher unbeantwortet.



