Trump als Manga-Held: Empörung in Japan
Mal zeigt er sich als Jesus, mal als Papst: Donald Trump ist bekannt für seine absurden KI-Videos. Nun hat der ehemalige US-Präsident ein neues Video veröffentlicht, in dem er sich als Manga-Held Naruto inszeniert. Diese Darstellung sorgt in Japan für große Empörung.
Die Figur Naruto stammt aus der gleichnamigen Manga- und Anime-Serie und steht für Werte wie Freundschaft, Durchhaltevermögen und Selbstlosigkeit. Genau das Gegenteil von Trump, wie viele Japaner betonen. In den sozialen Medien äußern sich zahlreiche Nutzer verärgert über die Inszenierung.
Das Video, das Trump auf seiner Plattform Truth Social teilte, zeigt ihn in einer typischen Ninja-Pose mit einem Stirnband, das an Naruto erinnert. Dazu schrieb er: „Es hat mich zutiefst betrübt, dass die Mainstream-Medien meine Botschaft nicht verstehen.“ Die Reaktionen in Japan sind jedoch eindeutig: Viele sehen die Darstellung als geschmacklos und respektlos gegenüber der japanischen Kultur.
Die KI-generierte Animation ist nur das jüngste Beispiel für Trumps Vorliebe für provokante Inszenierungen. Bereits zuvor hatte er sich mit KI-Bildern als Jesus und Papst dargestellt. Experten sehen darin einen Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen und seine Anhängerschaft zu mobilisieren.
In Japan, wo Naruto eine Kultfigur ist, stößt die Aktion auf Unverständnis. Die Serie, die weltweit Millionen Fans hat, steht für eine Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts. Trump hingegen polarisiert mit seiner politischen Agenda. Die japanische Regierung hat sich bislang nicht zu dem Video geäußert.
Ob Trump mit der Inszenierung bewusst provozieren wollte oder einfach nur seine Begeisterung für Manga zeigen möchte, bleibt unklar. Fest steht jedoch: Die Welle der Empörung in Japan ist groß und zeigt, wie sensibel kulturelle Aneignung sein kann.



