Prinz William, der nächste König des Vereinigten Königreichs, feiert heute seinen 44. Geburtstag. Er gilt als das Beste, was dem englischen Königshaus in seiner größten Existenzkrise passieren konnte: charmant, witzig, weltgewandt. Mit seiner Frau Kate an seiner Seite, die ihn wie Feenstaub glänzen lässt, ist William modern und traditionell zugleich – und so warmherzig, dass viele Briten ihn bereits als heimlichen König ansehen.
Von der Krise zur Hoffnungsträger
In den 1990er Jahren befanden sich die Beliebtheitswerte der Windsors im freien Fall. Drei der vier Kinder von Queen Elizabeth II. trennten sich vor den Augen der Öffentlichkeit, und es entbrannte eine Diskussion über den Sinn der Monarchie. Doch schon damals bewegte der kleine Prinz William die Menschen. Mit nur neun Monaten reiste er im Frühjahr 1983 auf dem Arm seiner Mutter, Prinzessin Diana, nach Neuseeland.
Adelsexpertin Leontine von Schmettow beschrieb William in der ARD-Doku „William – Schicksalsjahre eines Thronfolgers“ als „aufsässig, oft lautstark“ und prügelte sich mit Schulkameraden, was ihm den Spitznamen „William, der kleine Schläger“ einbrachte. Diana nannte ihn ihren „kleinen, weisen Mann“, was zeigt, dass er früh erwachsen werden musste.
Schicksalsschläge und Narben auf der Seele
William sammelte viele Narben: die öffentlich ausgetragene Scheidung seiner Eltern und der Tod seiner Mutter, als er gerade 15 war. Heute, knapp 29 Jahre später, steht er vor dem größten Aufschlag seines Lebens – dem Sprung auf den Thron. Als Prince of Wales bereitet er sich gezielt auf seine Regentschaft vor, zieht Strippen und trifft bewusste Entscheidungen. Er kehrt die unappetitlichen Ecken des Palasts aus und hält sich Troublemaker wie seinen Bruder Harry vom Leib.
William soll die treibende Kraft hinter dem Rauswurf von Skandal-Onkel Andrew Mountbatten-Windsor gewesen sein, dessen Nähe zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein das Königshaus in Verruf brachte. Er weiß, dass die Monarchie keine neuen Skandale braucht.
Was William von der Queen gelernt hat
William hat von seiner Großmutter, der Queen, gelernt: Kurs halten, schweigen, aussitzen. Er stellt die Familie in den Mittelpunkt und setzt auf Themen wie Umweltschutz, den Kampf gegen Obdachlosigkeit und mentale Gesundheit. Die Krebserkrankungen von Ehefrau Kate und Vater Charles im Jahr 2024 beschrieb er später als „das schwerste Jahr seines Lebens“. Doch auch diese Schicksalsschläge machten ihn throntauglicher. Er übernahm immer mehr öffentliche Aufgaben, als sein Vater wegen der Krebstherapie ausfiel.
Im Palast wird er zunehmend als künftiger Entscheidungsträger wahrgenommen. Insider beschreiben ihn als entschlossener und weniger konfliktscheu als seinen Vater. William ist auch auf diplomatischem Parkett gefragt – nicht als Marionette, sondern als ernst zu nehmender Gesprächspartner. Angesichts der wackeligen Position von Premierminister Keir Starmer ist William Englands diplomatische Geheimwaffe. Happy Birthday, Prince of Wales!



