Senegal will bei WM nur noch sportlich überzeugen gegen Belgien
Senegal fokussiert auf Sport nach Afrika-Cup-Eklat

Senegal will nach dem Afrika-Cup-Skandal und internen Unstimmigkeiten bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nur noch sportlich überzeugen. Im Sechzehntelfinale trifft die Mannschaft von Trainer Pape Thiaw am Mittwoch auf Belgien (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV). Superstar Sadio Mané soll dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Afrika-Cup-Titel aberkannt – Team kämpft mit den Folgen

Die Senegalesen hatten den Afrika-Cup im Januar mit einem 1:0-Sieg gegen Marokko gewonnen, doch der Titel wurde ihnen Wochen später aberkannt. Grund war ein fragwürdiger Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit, nach dem Thiaw seine Spieler in die Kabine rief. Mané holte sie zurück auf den Rasen, doch der Verband kündigte an, vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas dagegen vorzugehen. Das Thema begleitet das Team auch bei der WM.

„Wir sind der Afrikameister“, betonte Thiaw mehrfach während der WM – ein bewusster Hinweis auf den umstrittenen Titel. „Es ist wahr, dass ein paar Dinge geklärt werden müssen“, sagte der 45-Jährige zu Fragen nach ausstehenden Prämien und Unstimmigkeiten im Team. Verbandspräsident Abdoulaye Fall beschwichtigte: „Spannungen im Team gibt es keine. Gegen Frankreich (1:3) und Norwegen (2:3) hatten wir einfach Pech.“

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Sportlich im Soll – Mané noch nicht in Topform

Trotz der Turbulenzen hat Senegal die Vorrunde überstanden – zum dritten Mal nach 2002, als das Team bis ins Viertelfinale kam. Damals gehörte auch Thiaw als Spieler zur Mannschaft. „Diese Generation hat schon viel erreicht“, sagte Verteidiger Ismail Jakobs, früher beim 1. FC Köln. „Wir inspirieren viele junge senegalesische Menschen.“

Superstar Sadio Mané, Rekordtorschütze der Nationalmannschaft, hat der WM bisher noch nicht seinen Stempel aufgedrückt. Beim 5:0-Sieg gegen den Irak war er jedoch auffälliger als in den vorherigen Spielen. „Er gibt alles für die Flagge Senegals“, lobte Thiaw. „Mané ist eine Inspiration für den gesamten afrikanischen und den internationalen Fußball.“

Belgien als Prüfstein – Jackson und Sarr als Trumpf

Gegen Belgien setzt Senegal auf seine Offensive: Neben Mané steht Ismaila Sarr, neuer WM-Rekordtorschütze des Landes, sowie Nicolas Jackson, der vom FC Chelsea an den FC Bayern ausgeliehen war. „Wir wollen nur noch sportlich auffallen“, betonte Thiaw. Ein Buch über Mané könnte er schreiben, sagte der Trainer – und über die vielen Nebenschauplätze rund um sein Team.

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