Zehn Jahre nach dem EU-Referendum in Großbritannien zieht der Spiegel-Kolumnist Henrik Müller eine überraschende Bilanz: Der Brexit habe die Europäische Union enger zusammengeführt. Die schmerzhafte Trennung von Großbritannien habe den Europäern klargemacht, dass sich die europäische Integration kaum zurückdrehen lässt.
Die Lehren aus dem Brexit
Müller vergleicht den Austritt Großbritanniens mit einem Jenga-Spiel: „Wie bei einem Jenga-Spiel?“, fragt er und verweist auf die Stabilität der EU trotz des Verlusts eines wichtigen Mitglieds. Die EU habe aus der Krise gestärkt hervorgehen können, da die Mitgliedstaaten enger zusammengerückt seien.
Auswirkungen auf die EU-Politik
Der Brexit habe auch konkrete politische Folgen gehabt. So sei die EU in Bereichen wie Handel, Sicherheit und Migration nun geeinter aufgetreten. „Die schmerzhafte Trennung von Großbritannien hat den Europäern klargemacht, dass sich die europäische Integration kaum zurückdrehen lässt“, schreibt Müller.
Zukunft der EU
Was folgt daraus? Müller plädiert für eine vertiefte Integration und warnt vor weiteren Austritten. Die EU müsse nun ihre Stärken ausbauen und die Bürger von den Vorteilen der Union überzeugen.



