Frauenmorde in Stade: Warum Deutschland beim Frauenschutz versagt
Frauenmorde in Stade: Deutschland versagt beim Schutz

Nach dem brutalen Mord an vier Frauen in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade wird die Frage nach dem Schutz von Frauen in Deutschland laut. Laut dem „Women, Peace and Security Index“ (WPS) liegt Deutschland auf Platz 21 – hinter Lettland und nur einen Platz vor Saudi-Arabien.

Bluttat in Stade: Vier Frauen unter den Opfern

In der Mutter-Kind-Einrichtung Stethu GmbH in Stade, Niedersachsen, sind ein oder zwei Täter eingedrungen und haben kaltblütig gemordet. Unter den sechs erwachsenen Todesopfern sollen vier Frauen sein. Die Einrichtung wirbt mit dem Satz: „Bei uns finden werdende Mütter und junge Frauen mit Kind für eine begrenzte Zeit einen neuen Lebensort.“ Für die Opfer wurde dieser Ort zur Todesfalle. Kollegen des Hamburger Abendblatts waren vor Ort und berichteten über die Details der Tat.

Deutschland beim Frauenschutz nur auf Platz 21

Der internationale Index „Women, Peace and Security Index“ (WPS) zeigt, dass Frauen in Dänemark, der Schweiz und Schweden am besten geschützt werden. Deutschland belegt im aktuellen Report lediglich Platz 21 – hinter Lettland und nur einen Platz vor Saudi-Arabien. Dies verdeutlicht den dringenden Handlungsbedarf für die Politik.

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Mehrheit zweifelt an Reformen der Regierung

Eine Umfrage des Instituts Civey im Auftrag der FUNKE Mediengruppe zeigt, dass 61 Prozent der Deutschen nicht glauben, dass sich die Bundesregierung unter Friedrich Merz noch vor der Sommerpause am 11. Juli auf ein umfassendes Reformpaket einigen wird. Nur 21 Prozent glauben an den Erfolg, 18 Prozent sind unentschlossen. Unter den Anhängern der Regierungsparteien sind die Optimisten in der Minderheit: 44 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 30 Prozent der SPD-Anhänger glauben an eine Einigung.

Razzia in der Türkei vor Nato-Gipfel

Vor dem wichtigen Nato-Gipfel in Ankara hat der türkische Präsident Erdogan umfangreiche Razzien durchführen lassen. 178 Personen wurden wegen angeblicher Unterstützung von Terrorismus festgenommen, darunter Anwälte, Lehrer, Gewerkschafter, Studenten und Journalisten. Unter den Festgenommenen ist Yıldız Tar, Chefredakteur der Zeitschrift „Kaos GL“, die für die Rechte sexueller Minderheiten kämpft. Die Türkei wird damit zu einem immer unwirtlicheren Ort für die freie Presse. Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion, betont: „Diese Repression darf auch – egal wie strategisch wichtig die türkische Armee ist – die Nato-Führung nicht kalt lassen.“ Schon die Präambel des Nordatlantikvertrags von 1949 verpflichte die Unterzeichner, die Freiheit, die Demokratie und die Herrschaft des Rechts zu gewährleisten.

Neue Überwachungsjets für Deutschland

Auf der Tagesordnung des Nato-Gipfels steht auch ein gigantisches Rüstungsprojekt: Als Nachfolger der alten AWACS-Jets kommt das supermoderne Überwachungssystem GlobalEye, das Motorboote und Jetskis auf bis zu 600 Kilometer Entfernung orten kann. Das Trägerflugzeug stammt nicht mehr von Boeing, sondern von der kanadischen Firma Bombardier. Die Jets werden in Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen stationiert. Berlin hofft, dass Kanada nach diesem Auftrag deutsch-norwegische U-Boote kauft – sofern US-Präsident Donald Trump nicht mit Drohungen oder Strafzöllen dazwischenfunkt.

Fußballbegeisterung ohne Nationalismus

Jörg Quoos schließt den Newsletter mit einem persönlichen Hinweis auf das Deutschland-Spiel: Er freue sich auf das Spiel und habe seinen Söhnen erlaubt, das Wohnzimmer schwarz-rot-gold zu schmücken. Sie zählten zu den vielen jungen Fans, die die Debatte um übertriebenen Nationalismus nicht verstehen, sondern einfach unbeschwert feiern wollten. Beim Public Viewing der Linken auf dem jüngsten Parteitag wären sie wohl ungläubig geflohen, denn dort galten die Regeln: „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“

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